Anschlag auf Asylbewerberunterkunft

Weil bezeichnet Brandanschlag als „versuchten Mord“

Salzhemmendorf - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat den Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Salzhemmendorf als „versuchten Mord“ bezeichnet.

Die jüngsten Geschehnisse in dem Ort seien „die schwerwiegendsten Vorgänge, die wir in Niedersachsen in den letzten Monaten und Jahren erlebt haben“, sagte der Ministerpräsident am Freitag bei seinem Besuch in der Gemeinde. Man sei mit knapper Not dem Tod und den Verletzungen vieler Menschen entgangen. „Das war hier versuchter Mord, um die Dinge klar beim Namen zu nennen.“ Die Täter hätten bewusst in Kauf genommen, dass Kinder, Frauen und Männer verbrennen können. Unbekannte Täter hatten in der Nacht zum Freitag durch ein geschlossenes Fenster einen Brandsatz in die Flüchtlingsunterkunft in einem ehemaligen Schulgebäude geworfen. Eine Mutter und deren drei kleine Kinder aus Simbabwe, die im Nebenraum schliefen, blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. In dem Gebäude leben mehr 30 als Flüchtlinge. dpa

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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