Hakenkreuze und Benzin

Brandanschläge auf Restaurants im Bremer Umland: Vieles bleibt unaufgeklärt

Das Bistro Martini in Syke von außen mit Hakenkreuzen an der Tür.
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Die Ermittler entdeckten Hakenkreuze außen am Bistro Martini in Syke.

„Don Gantero“ in Ganderkesee, „Martini“ in Syke, „Hexenkeller“ in Gnarrenburg: Bei Anschlägen auf Restaurants mit Einwanderergeschichte bleiben die Täter flüchtig.

Ganderkesee – Ein Jahr nach dem Brandanschlag auf das Restaurant „Don Gantero“ in Ganderkesee im Kreis Oldenburg sind die Hintergründe der mutmaßlich rassistischen Tat weiter unklar. Das Verfahren sei Anfang Mai eingestellt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg auf Nachfrage. „Wenn neue Ermittlungsansätze auftauchen, wird das Verfahren unaufgefordert wieder aufgenommen.“

Deutscher Landkreis:DiepholzOldenburgRotenburg (Wümme)
Fläche:1.988,14 km21.063 km²2.070,45 km2
Bevölkerung:216.886 (2019)130.144 (2019)163.455 (2019)
Bundesland:NiedersachsenNiedersachsenNiedersachsen
Hauptstadt:DiepholzWildeshausenRotenburg (Wümme)
Landrat:Cord Bockhop (CDU)Carsten Harings (parteilos)Hermann Luttmann (CDU)

Am 14. Oktober 2020 hatten Unbekannte Feuer in dem italienischen Restaurant gelegt und damit nach Angaben der Polizei einen Sachschaden von schätzungsweise 500.000 Euro angerichtet. Die Täter schmierten Hakenkreuze an die Wände. Neben den laut Polizei „augenscheinlich rechtspolitisch motivierten Symbolen“ stellten die Ermittler Einbruchsspuren fest.

 Das „Don Gantero“ in Ganderkesee wurde durch das Feuer zerstört.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat im ehemaligen Bahnhofsgebäude beitragen, setzte der Oldenburger Polizeipräsident im Februar 2021 eine Belohnung von 3000 Euro aus. Doch entsprechende Hinweise gab es bislang nicht.

Brandanschläge im Bremer Umland: Restaurant „Martini“ in Syke mit Hakenkreuzen beschmiert und angezündet

Neben der Brandstiftung in Ganderkesee gab es im vergangenen Jahr im Bremer Umland weitere Brandanschläge auf Restaurants von Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Jedes Mal schmierten der oder die Täter Hakenkreuze an die Wände. So brannte es Mitte Februar 2020 im „Martini“ in Syke (Kreis Diepholz).

Mitte Februar 2020 brannte es im „Martini“-Restaurant in Syke. Es gebe Hinweise auf Brandstiftung und auf ein «fremdenfeindliches Motiv», sagte eine Polizeisprecherin.

An der Außenwand sowie auf dem Pflaster vor dem Gebäude entdeckte die Polizei aufgesprühte Hakenkreuze und den Spruch „Ausländer raus“. Bilder einer Überwachungskamera zeigten, wie zwei vermummte Personen Benzin als Brandbeschleuniger in dem Lokal ausgossen. Dennoch konnte die Tat nicht aufgeklärt werden, die Ermittlungen wurden eingestellt.

Brandanschläge auf Restaurants mit Einwanderergeschichte: Verdächtige bei Brand „Hexenkeller“ in Gnarrenburg

Anders sieht es bei den Ermittlungen nach dem Brand im Restaurant „Hexenkeller“ in Gnarrenburg im Kreis Rotenburg aus. Im Juli 2020 stand das Inventar des Lokals in Flammen. „Die Ermittlungen laufen noch“, sagte ein Polizeisprecher. „Es gibt zwei Tatverdächtige, gegen die wir ermitteln.“

Das Restaurant „Hexenkeller“ in Gnarrenburg, auf das am 24. Juli 2020 ein Brandanschlag verübt wurde.

Weitere Details wollte er nicht nennen. Ob es ein rassistischer Anschlag war, könne derzeit noch nicht beurteilt werden. Dazu seien noch zu viele Fragen offen. Mit Material der dpa. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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