Mutmaßlicher Weltkriegsblindgänger

Bombenfund in Osnabrück: 10.000 Menschen müssen Wohnung verlassen

Eine Karte eines Evakuierungsgebietes für eine Bombenentschärfung in Osnabrück.
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Rund 10.000 Menschen in 2.230 Gebäuden sind von der Evakuierungsmaßnahme am Sonntagvormittag in Osnabrück betroffen.

Für die Entschärfung eines möglichen Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg müssen am Sonntag in Osnabrück rund 10.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Osnabrück – Ausnahmezustand im Osnabrücker Stadtteil Schinkel: Wegen eines mutmaßlichen Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg müssen am Sonntag, 27. Juni 2021, rund 10.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Bis 10:00 Uhr am Sonntagmorgen soll der Bereich in Schinkel geräumt sein. Die Stadt hat für ihre Bürgerinnen und Bürger im Schulzentrum Sonnenhügel an der Knollstraße einen Schutzbereich eingerichtet. Gefunden worden war der mutmaßliche Blindgänger bei einer gezielten Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg.

Stadt in Niedersachsen:Osnabrück
Fläche:119,8 Quadratkilometer
Einwohner:164.223 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:0541
Oberbürgermeister:Wolfgang Griesert (CDU)

Wie es heißt, sind die Straßen im Evakuierungsgebiet spätestens ab 10:00 Uhr am Sonntagvormittag gesperrt. Auch ein in dem Bereich liegendes Schwimmbad schließt seine Pforten für die Zeit der Entschärfung. Die Stadt weist explizit darauf hin, dass die Maßnahme auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr haben könnte. Die Deutsche Bahn informiert über den Stand auf ihrer Webseite und in der DB-App Navigator.

Blindgänger in Osnabrück wird entschärft: Rund 10.000 Menschen in 2230 Gebäuden betroffen

Der Linienverkehr des Verkehrsbetriebs läuft bis zum Abschluss der Evakuierung weiter. Ein Aussteigen im betroffenen Bereich ist nicht mehr möglich. Die den Bereich der Evakuierung begrenzenden Straßen und Flächen bleiben frei zugänglich beziehungsweise befahrbar. Betroffen von der Räumung sind etwa 10.000 Menschen in rund 2230 Gebäuden.

Für bettlägerige oder kranke Personen bestehen Transportmöglichkeiten, die über die Regionalleitstelle Osnabrück unter der Telefonnummer 0541 323-4455 angefordert werden können. Es ist unbedingt anzugeben, ob die Person sitzend oder liegend transportiert werden kann, ob ansteckende beziehungsweise infektiöse Krankheiten oder gegebenenfalls sogar eine Transportunfähigkeit bestehen. Auch Menschen, die zum Zeitpunkt der Evakuierung unter Quarantäne stehen, können sich unter der Telefonnummer melden.

Blindgänger in Osnabrück wird entschärft: Kontrollen der Evakuierungsmaßnahmen angekündigt

Im Zuge der Evakuierungsmaßnahme weist die Stadt Osnabrück noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass von der Räumung auch die umliegenden Kleingärten betroffen sind. Es wurden Kontrollen angekündigt. Für Fragen ist am Sonntag von 8:00 Uhr bis zum Ende der Maßnahme ein Bürgertelefon unter 0541 323-4490 geschaltet.

Erst Anfang Juni waren zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in Hannover gefunden worden. Diese konnten erfolgreich entschärft werden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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