Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg

Bomben-Entschärfung in Osnabrück am Sonntag: Zehntausend werden evakuiert

Kampfmittelräumdienst, Bombenräumung, Evakuierung.
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Am Sonntag werden 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Osnabrück evakuiert.

Bis um 9 Uhr müssen Häuser in Osnabrück leer sein. Erst dann können die Kräfte der Kampfmittelbeseitigung einen Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg entschärfen.

Osnabrück - 10.000 Menschen müssen am Sonntag ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Ursache für diese Maßnahme ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Nun soll die Kampfmittelbeseitigung die Bombe noch am Wochenende entschärfen. Bis 9 Uhr müssen Anwohnerinnen und Anwohner raus aus dem betroffenen Gebiet sein. Bereits im vergangenen Jahr mussten in Osnabrück 10.000 Personen für die Entschärfung einer Bombe evakuiert werden.

Bombenentschärfung in Osnabrück

StadtOsnabrück
Bevölkerung164.748
Fläche119,8 km²
Höhe63 m

Insgesamt stehen über 1800 Gebäude in dem Gebiet der Entschärfung. Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtteil Schinkel sind von der Evakuierung betroffen. Die Stadt appellierte eindringlich an die Bevölkerung, dass niemand - auch nicht auf eigenes Risiko - sich in dem Gebiet aufhalten darf. Erst wenn alle den Bereich verlassen haben, könne mit der Entschärfung gestartet werden. Das finden aber längst nicht immer alle gut, so haben sich zum Beispiel Anwohnerinnen und Anwohner bei einer vergangenen Bomben-Entschärfung in Osnabrück geweigert, ihre Häuser zu verlassen.

Straßen in Osnabrück ab 9 Uhr gesperrt

Auch die Straßen sind ab 9 Uhr gesperrt. Die restlichen in dem Gebiet fahrenden Autos würden dann von der Polizei aus dem Gebiet herausgeleitet werden. Wichtige Verkehrsstraßen in der Nähe seien jedoch nicht von den Entschärfungs-Maßnahmen betroffen. Wichtige Transporte in dem gesperrten Bereich müssten demnach unbedingt bei der Stadt angemeldet werden.

Doch es könnte sogar schneller als gedacht gehen. Denn zunächst sei die Stadt von zwei Blindgängern ausgegangen. Wie sich nun jedoch herausstellte, handelt es sich nur um eine alte Weltkriegs-Bombe. Nach den Vorarbeiten aber „konnte für diesen Punkt Entwarnung gegeben werden“, wie die Verwaltung mitteilte. Der Vorgang könnte also weniger Zeit in Anspruch nehmen als geplant.

Bombenentschärfung: Anwohner bekommen Gelegenheit zum Impfen

Die Stadt hat für die Überbrückungszeit eine Unterkunft im Schulzentrum Sonnenhügel in der Knollstraße 149 für Anwohnerinnen und Anwohner eingerichtet. Kranke oder auf das Bett angewiesene Personen können unter der Telefonnummer 0541/3234455 einen Transport anfordern. Zwischen 10 und 16 Uhr haben Anwohnerinnen und Anwohner zudem die Möglichkeit sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

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Ein Bürgertelefon sei bei Fragen bezüglich der Entschärfung am Samstag bis 18 Uhr und am Sonntag ab 8 Uhr unter der Telefonnummer 0541/3234490 erreichbar. Im Juni mussten bei einer Blindgänger-Entschärfung. in Hannover sogar 15.000 Personen evakuiert werden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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