Schüsse vor Klinik: Nebenkläger sehen versuchten Totschlag

Lüneburg - Im Prozess um die blutige Auseinandersetzung von zwei Großfamilien vor dem Klinikum Lüneburg haben die Anwälte der Nebenkläger eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags gefordert.

Ein konkretes Strafmaß nannten sie am Dienstag vor dem Landgericht aber nicht, wie eine Sprecherin mitteilte. Bei dem Konflikt waren im September acht Mitglieder der einen Familie zum Teil schwer verletzt worden, drei wurden von Schüssen getroffen. Verantworten müssen sich noch sechs Männer, wobei die Anklage in drei Fällen auf Freispruch plädiert hat. Für zwei Angeklagte forderte der Staatsanwalt drei Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung, der mutmaßliche Schütze soll vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Der Vorwurf des versuchten Mordes war fallen gelassen worden, es könne auch um Notwehr gegangen sein. Die Verteidiger der angeblichen Angreifer forderten am Dienstag Freisprüche beziehungsweise Bewährungsstrafen. Am Mittwoch sollen die Urteile fallen. dpa

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