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Blaualgen verhindern Abkühlung: An welchen Badeseen ein Badeverbot herrscht

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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In Deutschland wird es erneut heiß – auch in Niedersachsen. Der Sprung ins Kühle nass liegt daher nahe, ist an einigen Orten derzeit jedoch verboten. Der Grund: Blaualgen.

Hannover – Die Hitzewelle in Deutschland rollt, wird unterbrochen und rollt erneut: Heiße Temperaturen werden zunehmend zur Gewohnheit. Auch in Niedersachsen sehnen sich viele Menschen deshalb nach einer Abkühlung und dem Sprung ins kühle Nass. Das ist vielerorts durch Risiken wie Strömungen und ähnliches längst verboten, nun kommt jedoch noch ein weiterer Faktor hinzu: Giftige Blaualgen. An einigen zugelassenen Badestellen gibt es derzeit behördliche Verbote. Wo das Schwimmen in Niedersachsen derzeit aus diesem Grund verboten ist und welche Risiken drohen – eine Übersicht.

Blaualgen in Niedersachsen sorgen für Badeverboten an verschiedenen Gewässern und Badestellen

Blaualgen in Niedersachsen verschaffen Menschen auf der Suche nach Abkühlung in Zeiten wiederkehrender Hitzewellen mancherorts einen herben Dämpfer. An verschiedenen Gewässern und Badestellen, auch solchen, in denen sonst eigentlich gebadet werden darf, sorgen die Blaualgen derzeit für Probleme, Grund: Sie können bei Kontakt für Mensch und Tier zu gesundheitlichen Problemen führen. An einigen Orten herrschen deshalb jetzt Badeverbote.

Blaualgen
Ein Blaualgenteppich am Ufer eines Sees. Die Algen sind für Mensch und Tier gefährlich. (Symbolbild) © Uwe Zucchi/dpa/Symbolbild

Badeverbote wegen Blaualgen gab es zuletzt nicht nur in Niedersachsen, sondern auch in anderen Bundesländern. Besonders beim Verschlucken von mit den Algen belastetem Wasser besteht Gesundheitsgefahr. Blaualgen treten besonders oft in den warmen Sommermonaten auf, wenn auch die Wassertemperaturen hoch sind.

Blaualgen Auswirkungen: Atemnot, Übelkeit oder Erbrechen bei Menschen – Kontakt für Tiere besonders gefährlich

Für den Menschen kann der Kontakt mit den giftigen Blaualgen Auswirkungen der unangenehmeren Art haben: Es drohen laut Gesundheitsamt Lüneburg Erbrechen, Hautreizungen, Durchfall, Atemnot oder Übelkeit. Die größte Gefahr besteht durch das Verschlucken des giftigen Wassers. Bei Tieren kann der Kontakt mit den Algen tödlich enden, etwa für Hunde.

Wo in Niedersachsen wegen Blaualgen nicht gebadet werden darf

An einigen Orten warnen die Behörden, an anderen gelten behördliche Verbote. An folgenden Orten gibt es derzeit wegen Sicherheitsbedenken ein Verbot zu baden. Über die betroffenen Badestellen berichtete zuerst der NDR. Betroffen ist unter anderem der Hämelsee in Nienburg.

Verboten ist das Baden an folgenden fünf Seen:

Lüchow-Dannenberg: Gartower See und Laascher See (wegen Blaualgen)

Nienburg: Hämelsee/Anderten (wegen Blaualgen)

Herzberg am Harz: Juessee (wegen Blaualgen)

Diepholz: Sullinger Stadtsee (wegen Sicherheitsbedenken)

Woran erkenne ich Blaualgen? An vielen Badestellen gilt eine Warnung

Doch woran erkenne ich Blaualgen? Auch für den Laien lässt sich die Belastung eines Gewässers mit Blaualgen bisweilen gut erkennen: Sie erzeugen eine grünliche, starke Trübung des Wassers. Die Sichttiefe wird dadurch deutlich reduziert, bisweilen treten auch Schlieren auf. Es gilt: Im Verdachtsfall den Badespaß lieber einmal hinten anstellen und so unangenehme Folgen und gesundheitliche Probleme vermeiden. An folgenden Badestellen gilt eine Warnung vor Blaualgen in Niedersachsen:

Vor dem Baden an folgenden Orten wird gewarnt:

Emsland: Lünner See (wegen Blaualgen)

Lüneburg: Reihersee/Lüdershausen (wegen Blaualgen)

Hannover: Ricklinger Bad, Ricklinger Dreiecksteich, Badestrand Weiße Düne Mardorf, Badeinsel im Steinhuder Meer (wegen Blaualgen)

Diepholz: Dümmer See (wegen Blaualgen)

Verden: Otterstedter See (wegen Blaualgen)

Ammerland: Zwischenahner Meer (wegen Blaualgen)

Die Gesundheitsämter raten, die entsprechenden Badestellen zu meiden, Kinder sollen beaufsichtigt werden. Wo ein Algenteppich erkennbar ist, ergibt es Sinn, auf Nummer sicher zu gehen und sich in jedem Fall fernzuhalten. Der NDR berichtet, dass besonders darauf hingewiesen wird, das kontaminierte Wasser nicht zu schlucken.

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Sollte es doch dazu gekommen sein, dass Menschen trotz Warnung den Sprung ins Wasser getan haben, gilt: Die Badekleidung muss unbedingt gründlich gereinigt werden. Die betroffene Person sollte sich vor allem jedoch selbst besonders gründlich waschen und bei Symptomen einen Arzt aufsuchen.

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