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Viertklässler laut Studie immer schlechter in Deutsch und Mathe

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Von: Fabian Raddatz

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Schule
Die Kompetenzen der Schüler hätten sich im letzten Jahrzehnt verschlechtert, heißt es in der Studie. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Laut Bildungstrend 2021 haben sich Grundschülerinnen und -schüler in Deutsch und Mathe fast bundesweit verschlechtert – auch in Norddeutschland.

Hannover – Anders als Schleswig-Holstein und Hamburg, die leicht über dem Bundesdurchschnitt liegen, liegt Niedersachsen im Bildungsvergleich etwas zurück. Wie aus dem am Montag in Berlin vorgestellten Bildungstrend 2021 hervorgeht, bestehen bei den Schülern deutliche Rückstände im Bereich Schreiben.

So würden knapp 37 Prozent der Viertklässler die Mindeststandards verfehlen. Damit liegt Niedersachsen sieben Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Auch beim Lesen gibt es einiges nachzuholen: Laut der Studie haben gut 21 Prozent der Viertklässler dabei Probleme. Bundesweit sind es 19 Prozent.

Besser sieht es hingegen in den Bereichen Mathe (22 Prozent) und Zuhören (18 Prozent) aus. Schüler in Niedersachsen liegen hier zumindest auf Bundesniveau.

Bildungstrend 2021: Entwicklung „besorgniserregend“ und „nicht hinnehmbar“

Der Abwärtstrend in Bereich Bildung ist in fast allen Bundesländern zu beobachten. Seit 2011 würden die Kompetenzen der Grundschüler immer schlechter, heißt es im Bildungstrend 2021. Durch Corona wurde der Trend sogar noch verstärkt, vor allem durch Unterrichtsausfälle.

Am besten schnitten beim Bundesvergleich Bayern und Sachsen ab, am schlechtesten Berlin und Bremen. So hätten sich vor allem Schülerinnen und Schüler verschlechtert, die aus sozial benachteiligten Haushalten kommen und wo zu Hause nicht Deutsch gesprochen wird.

Als „besorgniserregend“ und „nicht hinnehmbar“ bezeichnet das Fazit des Bildungstrends die Entwicklung. Verantwortliche werden zum Handeln aufgerufen.

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