BGH: Beißattacke eines Wolfshundes kostet Halter 3000 Euro

Karlsruhe - Die Beißattacke seines Hundes kommt einen Tierbesitzer aus Delmenhorst teuer zu stehen: Er muss dem Halter eines Jack-Russel-Mischlings 3000 Euro Tierarztkosten ersetzen.

Denn auch bei Tieren mit einem „geringen materiellen Wert“ könnten derartig hohe Behandlungskosten angemessen sein, stellte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe klar. (Az.: VI ZR 23/15)

Rund 4000 Euro hatte die Behandlung des Mischlings gekostet, nachdem der wesentlich größere und nicht angeleinte Wolfshund ihn angegriffen und in einer Beißerei erheblich verletzt hatte.

Das Landgericht Oldenburg erkannte davon 3000 Euro als ersatzfähig an. Mehr sei nicht verhältnismäßig, hieß es. Der Fall ging vor den BGH. Die Karlsruher Richter bestätigten die Ansicht ihrer Oldenburger Kollegen in dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil. Die Richter betonten aber auch, dass die Berechnungen nicht schematisch auf andere Fälle übertragen werden könnten. dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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