Bettwanzen-Prozess endet mit Vergleich

Hannover - Im Prozess um Bettwanzen in einem türkischen Hotel haben sich am Dienstag am Amtsgericht Hannover beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt.

Die Klägerin soll nun eine Entschädigung von 200 Euro von dem beklagten Reiseveranstalter erhalten. Gefordert hatte die Frau rund 4000 Euro. Ihre Vorwürfe wogen schwer: Während eines Familienurlaubs in Antalya im vergangenen Sommer sei ihr 11-jähriger Sohn von Bettwanzen gestochen worden, außerdem habe es im Hotelzimmer geschimmelt. Die Familie reiste ab, allerdings ohne das Ungeziefer im Zimmer zu fotografiert zu haben.

Nur die Aufnahmen der Stiche auf der Haut des Kindes seien nicht eindeutig Bettwanzen zuzuordnen, begründete die Richterin die Entscheidung. Auch aus den ärztlichen Attesten, die die Klägerin vorgelegt hatte, sei nicht klar hervorgegangen, von welchen Insekten die Bisse stammen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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