Geständnis zu Prozessstart

Betrügerischer Handel mit Bahntickets

Hannover - Weil sie mit gestohlenen Kreditkartendaten Bahnfahrkarten gekauft und dann günstig weiterverkauft haben sollen, stehen zwei junge Männer seit Dienstag in Hannover vor dem Landgericht.

Den beiden 25- und 29-Jährigen wird Computerbetrug vorgeworfen. Mit dem Verkauf ergaunerter Fahrkarten zu einem deutlich unter dem eigentlichen Fahrpreis liegenden Preis in rund 600 Fällen soll das Duo bei der Deutschen Bahn einen Schaden von 342.000 Euro angerichtet haben.

An die Kreditkartendaten kamen sie illegal über einschlägige, kriminelle Internetforen. Zu Prozessbeginn zeigte sich der 25-Jährige weitgehend geständig, auch der Mitangeklagte kündigte ein Geständnis an.

Laut Anklage hatten die beiden Männer Bahntickets im Internet zum Standardpreis von 30 Euro in der zweiten und 50 Euro in der ersten Klasse angeboten, Rückfahrtickets kosteten das Doppelte. Nachdem Interessenten die gewünschte Verbindung mitgeteilt hatten, kauften die Betrüger mit den Kreditkartendaten fremder Leute die Tickets online bei der Bahn.

Zunächst ließen die Gauner sich laut Anklage mit per Post an präparierte Briefkästen geschicktes Bargeld bezahlen, später auch durch Überweisungen auf Bankkonten, die sie unter falschem Namen einrichteten. Mit derselben Masche begann einer der Angeklagten später auch, vergünstigte Flüge und Pauschalreisen zu verkaufen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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