Hoffnung für Steinbach Unternehmen

Insolvenz-Rettung? USA bestellt Nussknacker aus Hohenhameln

Holznussknacker der Firma Steinbach aufgenommen am 13.11.2014 in der Produktionsfirma in Hohenhameln (Niedersachsen). Seit mehr als 200 Jahren stellt Steinbach Holzspielzeug und Nussknacker her. Foto: Peter Steffen/dpa  +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Seit mehr als 200 Jahren stellt Steinbach Holzspielzeug und Nussknacker in Hohenhameln her. Anfang Oktober meldete das Unternehmen Insolvenz an - nun besteht wieder Hoffnung für Nussknacker und Co.

Hohenhameln - Mit dem rasch angestiegenen Mindestlohn konnte das Unternehmen Steinbach nicht mithalten und musste im Oktober Insolvenz anmelden. Nun gibt es wieder Hoffnung für den Hersteller von Nussknackern und Holzspielzeug: Mehrere Interessenten, darunter auch aus den USA, möchten die handgearbeiteten Figuren erwerben.

Nach dem Insolvenzantrag Anfang Oktober schöpft einer der größten Hersteller von Nussknacker-Figuren in Deutschland wieder Hoffnung. „Wir haben mehrere Interessenten aus dem In- und Ausland, darunter den USA“, sagte Geschäftsführerin Karla Steinbach der Deutschen Presse-Agentur. „Und wir haben Hoffnung, dass es weitergeht.“ Das gut 200 Jahre alte Unternehmen Steinbach hatte vor allem wegen knapp 30 Prozent gestiegener Kosten durch den Mindestlohn Insolvenz angemeldet. Rund 120 Mitarbeiter in Hohenhameln (Landkreis Peine) und Marienberg (Erzgebirge) sind davon betroffen.

„Das Interesse ist enorm, und wir haben parallel zu den Gesprächen auch neue Exportaufträge akquirieren können“, sagte der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Manuel Sack aus Hannover. Steinbach stellt in Handarbeit Holzspielzeug und Nussknacker-Figuren her - lange nur im Erzgebirge, nach dem Krieg ab 1946 in Hohenhameln. Zu den Kunden der aus Hartholz gefertigten Nussknacker zählen in einem hohen Umfang vor allem Sammler.

Für den Familienbetrieb war der Mindestlohn nach eigener Darstellung zu schnell eingeführt worden. „Wir können nicht in einem Jahr 30 Prozent höhere Preise durchsetzen“, erklärte Steinbach, nach deren Angaben 80 Prozent der bereits verkauften Jahresproduktion in die USA gehen. „Unsere Nachfrage war sehr gut“, sagte sie über die von ihrem Unternehmen hergestellte traditionelle Advents- und Weihnachtsdekoration. Der Insolvenz-Antrag wurde beim Amtsgericht Gifhorn gestellt, Ende des Monats soll über ihn entschieden werden. dpa

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