Nach DIK-Verbot 

Beschlagnahmte Extremisten-Moschee wird verkauft

Hildesheim - Nach dem Verbot des Deutschsprachigen Islamkreises (DIK) in Hildesheim wird die beschlagnahmte Moschee verkauft.

Wie ein Sprecher des Landesliegenschaftsfonds am Dienstag mitteilte, werden die Räumlichkeiten in den nächsten Wochen von der Polizei übernommen. Danach werde der Wert geschätzt und der Verkauf gegen Höchstgebot vorgenommen, falls das Land Niedersachsen nicht selber eine Verwendung für die Räumlichkeiten hat. 

Der Islamkreis war im März verboten worden, weil er als Treffpunkt radikaler Islamisten diente, den auch der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, besuchte. Hassprediger sollen in der DIK-Moschee junge Menschen radikalisiert und zur Teilnahme am Kampf für die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak getrieben haben. Auch der als Top-Islamist eingestufte Iraker Abu Walaa, der im November in Nordrhein-Westfalen festgenommen wurde, hatte wiederholt in den Räumen des Hildesheimer Vereins gepredigt. 

Wie die "Hildesheimer Allgemeine" berichtete, sind derartige Beschlagnahmungen äußerst selten. In den vergangenen Jahren habe es nur drei Fälle gegeben, dabei sei es um ein Bordell, eine illegale Telefonstube und ein Vereinsheim gegangen, die der Staat einkassiert habe. Im Fall der Moschee wurden das vom DIK genutzte Erdgeschoss und die Kellerräume beschlagnahmt. Diese gehörten laut der Zeitung zuletzt zwei Privatleuten aus Hildesheim, die dem Islamkreis ein dauerhaftes Nutzungsrecht eingeräumt hatten. 

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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