Gewerbsmäßige Untreue im großen Stil

Berufsbetreuerin soll Klienten ausgenommen haben

Bad Harzburg/Braunschweig - Wegen gewerbsmäßiger Untreue im großen Stil kommt eine Berufsbetreuerin aus Bad Harzburg vor Gericht. Die 49-Jährige und eine zehn Jahre jüngere mutmaßliche Komplizin, die wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt ist, sollen 15 Menschen in 360 Fällen um insgesamt mehr als 700.000 Euro betrogen haben, wie das Landgericht Braunschweig mitteilte. Den Frauen wird zudem Urkundenfälschung vorgeworfen.

Die 49-Jährige war seit 2011 im Kreis Goslar als Betreuerin tätig. Berufsbetreuer sollen sich im Behördenauftrag um volljährige Menschen kümmern, die ihre Angelegenheiten aus nicht oder nur eingeschränkt erledigen können.

In Absprache mit der Komplizin soll die 49-Jährige jahrelang von deren Firma Rechnungen für nicht erbrachte Pflegeleistungen beglichen haben. Außerdem soll sie auf Kosten der von ihr Betreuten Haushaltsgegenstände für sich selbst angeschafft und Bargeldauszahlungen an sich veranlasst haben.

Zudem habe sie dafür gesorgt, dass die Immobilie eines Betreuten weit unter Wert an einen Dritten verkauft wurde. Außerdem soll sie veranlasst haben, dass eine betreute Person rund 370.000 Euro an die mutmaßliche Komplizin verschenkte. Zur Abwicklung der Bankgeschäfte habe sie Unterschriften gefälscht.

Der Prozess vor dem Landgericht Braunschweig gegen die Frauen soll am 12. September beginnen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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