Linke fordern Untersuchung tektonischer Phänomene in Niedersachsen

Syker Beben bewegt Berlin

Syke/Berlin - Das kleine Syke im Landkreis Diepholz ist Thema im Bundestag. In Berlin fordern die Linken umfangreiche Untersuchungen jener Erdbeben in Niedersachsen, die in Zusammenhang mit der Erdgasförderung stehen.

Zuletzt hatte die Erde laut Landesbergbauamt Mitte Juli in Staffhorst (ebenfalls Landkreis Diepholz) gebebt – genau wie ein Jahr zuvor in Syke. „Die Bundesregierung und die rot-grüne niedersächsische Landesregierung müssen endlich handeln und die Erdbebenrisiken umfassend bewerten“, warnte der Obmann der Linken im Umweltausschuss, Hubertus Zdebel.

Wie er unter Berufung auf das Landesbergbauamt berichtete, gab es seit 1977 rund 60 Beben in den betroffenen Gebieten. Mehr als die Hälfte davon hätten Anwohner „deutlich gespürt“. Zdebel forderte ein Drosseln der Förderung, bis Untersuchungen mehr Gewissheit brächten. Das Beben in Syke am 1. Mai 2014 ist das jüngste von der Behörde im Detail bewertete Ereignis dieser Art im Zusammenhang mit der Erdgasförderung.

In seinen stärksten Ausprägungen erreichte es die Kategorie 5 von 12, wobei letztere die Zerstörung fast aller Gebäude bedeutet. In dem Bericht heißt es: „Viele Schlafende erwachen. Gebäude werden erschüttert. Hängende Gegenstände pendeln, kleine Gegenstände werden verschoben.“
dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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