Arbeitsverweigerung

Kein Bock auf Arbeit – Beamter trickst Kunden und Arbeitgeber genial aus

Jeder hat mal keine Lust auf die Arbeit, doch nur wenigen fällt eine so simple wie kreative Art der Arbeitsverweigerung ein wie diesem raffinierten Finanzbeamten.

Schweden – So kann man es natürlich auch machen! Einfach mal abschalten und sich nicht mit lästigen Kunden abkämpfen, dachte sich wohl ein Finanzbeamter aus Schweden. Denn der Angestellte der Steuerbehörde hatte keine Lust auf nervige Kundengespräche und dachte sich kurzerhand einen raffinierten Weg aus, um seine Arbeit links liegen zu lassen.

Land:Schweden
Hauptstadt:Stockholm
Einwohner:ca. 10,3 Millionen
Währung:Schwedische Krone
Staatsoberhaupt:König Carl XVI. Gustaf

Eine Arbeitsverweigerung der subtilen Art

Die Arbeit mit den geliebten Mitmenschen kann schon auf die Psyche gehen, muss nicht, kann aber. Kassierer können davon vermutlich genauso ein Lied singen wie Beamte. So auch dieser Schlawiner in einem Finanzamt in Schweden, der (verständlicherweise, möchte man an dieser Stelle sagen) keine Lust aus Kundengespräche hatte.

Dumm nur, dass genau das sein Job ist. Was tun also, wenn man keinen Bock hat, es aber dem Chef nicht direkt ins Gesicht sagen kann? Es muss eine Arbeitsverweigerung der subtilen Art her.

Beamter ruft sich selbst, um die Leitung zu blockieren

Die Idee des Arbeitsallergikers wird zwar keinen Innovationspreis gewinnen, entbehrt aber aufgrund ihrer Einfachheit nicht einer gewissen Genialität: Der Finanzbeamte hat sich einfach selbst angerufen und somit seine Leitung blockiert.

Weil er keine Lust auf Arbeit hat, blockiert ein Beamter in Schweden seine Telefonleitung (Symbolbild)

Von seinem Diensttelefon aus rief er sein Handy an (andersrum würde es ihn ja Geld kosten, der Fuchs) und umging so nervtötende Kundengespräche. Denn eingehende Anrufe wurden automatisch an seine Kollegen weitergeleitet.

Kollegenschwein!

Unter kollegial wird sein Bild als Erklärung wohl nicht im Duden auftauchen.

Der süße Geschmack des Betrugs führt zum unvermeidlichen Fall – eigenes Telefon 55 Stunden blockiert

So weit, so gut. Doch dem Mann gefiel der süße Geschmack der Arbeitsverweigerung einfach zu gut und er wurde in seiner Überheblichkeit nachlässig. Nachdem er sein Telefon satte 55 Stunden blockiert hatte, begannen seine Vorgesetzten nachdenklich zu werden und hakten nach.

Damit hatte der Angestellte offenbar nicht gerechnet, denn als Reaktion fiel ihm nicht mehr ein, als die Vorwürfe zu bestreiten. Und weil er sich einfach kein besseres Alibi zurechtgelegt hatte, musste er schließlich die Selbstanrufe zugeben. Als Grund für seine Arbeitsverweigerung gab er laut einem Bericht der Zeitung „Dagens Nyheter“ an, dass er extrem wenig motiviert war zu arbeiten.

Mitarbeiter des Monats ... nicht

Zum Ende hin wurde er wenigstens wieder ehrlich – auch wenn gerade diese konkrete Ehrlichkeit ihm zum Verhängnis werden könnte. Ob der Beamte seinen Job behalten durfte, ist unklar. Ob er sich rächen wird und nach einer möglichen Kündigung Tausende Kundendaten löscht, ist bei seiner Null-Bock-Attitüde eher unwahrscheinlich.

Eines ist jedenfalls sicher, die Auszeichnung zum Mitarbeiter des Monats wird er garantiert nicht abgreifen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © PhotoAlto/imago

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