Bauernverband mahnt zu mehr Vorsicht

Vogelgrippe: Geflügelzüchter in der Pflicht

Hannover - Nach der jüngsten Vogelgrippewelle hat der Landesbauernverband die Geflügelhalter zu noch strikteren Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen.

Insbesondere müssten jegliche Kontakte mit Wildvögeln, die zumeist als Überträger des Virus gelten, vermieden werden, teilte der Bauernverband am Donnerstag in Hannover mit. Futter, Tränkwasser und Einstreu könnten Übertragungswege sein. Aber auch ein Einschleppen des Virus über Mitarbeiter und von ihnen genutzte Fahrzeuge müsse unterbunden werden.

Da knapp die Hälfte aller Vogelgrippefälle in Zuchtbetrieben in Niedersachsen auftraten, seien die Halter hier besonders sensibilisiert, so der Verband. Über Übertragungswege und besondere Sicherheitsmaßnahmen informiert das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) auch im Internet. Die Einhaltung dieser Sicherheitsmaßnahmen überprüft die Tierseuchenkasse vor der Entschädigung eines von der Vogelgrippe betroffenen Züchters ebenso, wie die korrekte Meldung der Tierzahlen.

Obgleich die aktuelle Vogelgrippewelle abzuklingen scheint, rief der Bauernverband die Geflügelhalter weiterhin zu besonderer Vorsicht auf. Auch wenn der letzte Nachweis der Geflügelpest vom Mai datiert, rechnen die Experten damit, dass es auch weiterhin zu vereinzelten Ausbrüchen kommen kann. Während der Geflügelpest waren in Niedersachsen 792.000 Tiere getötet worden, davon 629.000 Puten. Die Tierseuchenkasse zahlte etwas mehr als 17 Millionen Euro an Entschädigungen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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