17 verspätete Züge

Zug beworfen und Steine auf Gleise gelegt

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Steine auf den Gleisen können schwere Unfälle verursachen. 

Loxstedt/Bremen - Zwei zwölfjährige und ein elfjähriger Junge stehen laut Polizei im Verdacht, in Loxstedt eine Nordwestbahn beworfen und Steine auf die Schienen gelegt zu haben. Betroffen war der Bahnverkehr zwischen Bremen und Bremerhaven. Der Lokführer eines Güterzuges konnte einen der Jungen festhalten. Bundespolizisten ermittelten die weiteren Verdächtigen.

Am Dienstagnachmittag wurden in Loxstedt zunächst zwei Scheiben einer Nordwestbahn durch Steinwürfe beschädigt, teilt die Polizei mit. Sie splitterten, wurden aber nicht durchschlagen. Die Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Der Zug war auf der Fahrt von Bremen nach Bremerhaven.

Gleichzeitig meldeten mehrere Lokführer Serien aufgelegter Schottersteine über etwa zwei Meter auf beiden Gleisen. Die Steine wurden überfahren, wobei Splitter bis zu 100 Meter weit fliegen können - eine Gefahr für Passanten und Verursacher, so ein Polizeisprecher. Langsames Fahren wurde für alle Züge angeordnet.

Kurz darauf sah der 30-jährige Lokführer eines Güterzuges auf der Fahrt Richtung Bremerhaven drei Kinder, die augenscheinlich dafür verantwortlich waren. Eins von ihnen konnte er festhalten. Die anderen beiden Jungen wurden anschließend ermittelt. Die Bundespolizisten übergaben die Kinder ihren Eltern.

Durch die gefährlichen Eingriffe in den Bahnverkehr verspäteten sich 17 Züge. Die Schadenshöhe der beschädigten Scheiben und eventuell beschädigter Räder stehe noch nicht fest und könne mehrere tausend Euro betragen, so die Polizei. 

Die Kinder sind zwar noch nicht strafmündig, aber zivilrechtlich drohen ihnen Schuldentitel, die 30 Jahre gültig sind. Zudem zahlen Haftpflichtversicherungen nicht bei vorsätzlichen Straftaten.

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