Massive Einschränkungen

DB-Streik in Niedersachsen: „Die Streikbeteiligung ist sehr hoch“

Der Bahnstreik machte sich auch in Niedersachsen und Bremen bemerkbar. Am Mittwochmorgen kam es zu vielen Ausfällen und Verspätungen im Personenverkehr.

Hannover – Am frühen Mittwochmorgen sind nach Angaben der Deutschen Bahn auch in Niedersachsen und Bremen zahlreiche Lokführer im Personenverkehr in den Streik getreten. Der Ausstand habe um 2.00 Uhr begonnen, bestätigte eine Bahnsprecherin.

Bahnhof in Hannover:Hannover Hauptbahnhof
Adresse:Ernst-August-Platz 1, 30159 Hannover
Eröffnet:1879
Inhaber:Deutsche Bahn

„Erste Auswirkungen sind bereits spürbar“, sagte sie. Ein Ersatzfahrplan sei angelaufen, dennoch werden zahlreiche Bahnen ausfallen.

Streik der Deutschen Bahn: Regionalverkehr stark beeinträchtigt

Im Regionalverkehr kommt es zu massiven Beeinträchtigungen. „Wir versuchen ein Mindestangebot aufrechtzuerhalten und bestimmte Strecken zu fahren“, sagte die Bahnsprecherin. Der Fahrplan im Personenverkehr für Bremen und Niedersachsen ist dennoch stark eingeschränkt.

So verkehrt der RE1 zwischen Bremen und Oldenburg voraussichtlich im Zweistundentakt, der RE9 zwischen Osnabrück Hbf und Bremerhaven-Lehe fährt im Zweistundentakt. Der Streckenabschnitt Osnabrück Hbf – Bremen Hbf wird im Stundentakt bedient. Da Stellwerke ebenfalls bestreikt werden, könne es auch im Ersatzfahrplan zu Ausfällen kommen, so die Sprecherin.

Bahnstreik in Niedersachsen: Verspätungen und Ausfälle bei der S-Bahn

Auch Fahrgäste der S-Bahn müssen sich auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die S5 zum Flughafen Hannover verkehrt etwa nur im Stundentakt, ebenso die S4. Die Linien S1 und S2 sollen im Zweistundentakt angeboten werden.

Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn: Pendler und Bahn-Reisende müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen.

Im Fernverkehr hat die Deutsche Bahn ihr Angebot auf ein Viertel reduziert. Das werde auch Auswirkungen auf den Fahrplan am Knotenpunkt Hannover haben, so die Sprecherin der Bahn.

Bahnstreik in Niedersachsen und Bremen: „Streikbeteiligung sehr hoch“

Die GDL zeigt sich zufrieden. „Die Streikbeteiligung ist sehr hoch“, sagte ein Sprecher des Bezirks Nord. In Niedersachsen seien am Morgen einige Stellwerke nicht besetzt gewesen. Kollegen aus allen Bereichen, etwa Fahrdienstleiter, würden sich ebenfalls beteiligen.

„Auch im Güterverkehr sind zahlreiche Züge stehen geblieben“, berichtete die GDL Nord.

DB-Lokführer von der GDL bestreiken die Deutsche Bahn

Am Dienstag hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) angekündigt, den Fern- und Regionalverkehr ab Mittwoch für 48 Stunden bundesweit zu bestreiken. Schon seit Dienstagabend bestreikt die Gewerkschaft den Güterverkehr. Nicht direkt betroffen von den Aktionen sind die Konkurrenten der Deutschen Bahn. Allerdings sind auch bei ihnen Einschränkungen in Folge der Streiks möglich.
 
Die GDL-Mitglieder streiken offiziell für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn will die Erhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken. Dahinter schwelt in der Belegschaft ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt. (dpa)

Rubriklistenbild: © Soeren Stache/dpa

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