Alle Sperrungen aufgehoben

Sturm „Mortimer“: ICE rammen Bäume bei Eystrup und Wolfsburg

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Bei Eystrup ist ein ICE in einen Baum gefahren, der auf die Schienen gefallen war.

Die Bahnstrecke zwischen Bremen und Hannover musste am frühen Montagmorgen gesperrt werden. Grund war das Sturmtief „Mortimer“, das in dieser Zeit über Niedersachsen hinwegzog und zu mehreren weiteren Sperrungen führte.

Hannover/Bremen - Sturm „Mortimer“ hat seit Sonntagabend für zahlreiche Schäden in Niedersachsen geführt. In der Nacht und am Montagmorgen kam es unter anderem zu Beeinträchtigungen im Nah- und Fernverkehr. Die Strecke Bremen - Hannover musste kurz vor 6 Uhr gesperrt werden: Zwischen Nienburg (Weser) und Eystrup war ein Baum in das Gleis gefallen, berichtet kreiszeitung.de*.

Ein ICE konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr in die Unfallstelle, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Verletzt wurde niemand. Die Passagiere mussten aber zunächst im Zug ausharren, da nicht klar war, ob noch Strom durch die kaputte Oberleitung fließt und dadurch eine Gefahr für sie besteht.

Auch bei Wolfsburg ist ein ICE gegen einen umgestürzten Baum gefahren. 250 Reisende wurden unverletzt evakuiert, berichten die „Wolfsburger Nachrichten“. Der Lokführer wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

Nahverkehr stoppt in Verden und Nienburg

Die Strecke konnte gegen 11 Uhr wieder für den Zugverkehr freigegeben werden. Die Züge der IC-Linie Norddeich Mole - Bremen - Hannover - Leipzig sollten während der Sperrung größtenteils umgeleitet werden. Es hieß, sie verspäteten sich um etwa 60 Minuten. Es könne jedoch auch zu einzelnen Zugausfällen im Fernverkehr kommen, hieß es auf der Homepage des Unternehmens.

Im Nahverkehr waren die Linien RE1 und RE8 der Deutschen Bahn betroffen. Züge aus und nach Hannover endeten und begannen zeitweise in Nienburg. Züge aus und nach Bremen endeten und begannen in Verden. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet, teilte die Bahn mit. Gegen 9.30 Uhr wurde die Strecke für den Nahverkehr eingleisig und wenig später komplett wieder freigegeben.

Sperrungen nach Berlin, Hamburg und Göttingen

Auch auf der Strecke Berlin - Hannover musste der Fernverkehr am Montagmorgen für einige Zeit ebenfalls eingestellt werden. Die Halte Braunschweig Hauptbahnhof und Hildesheim Hauptbahnhof entfallen laut Angaben der Bahn voraussichtlich den ganzen Tag für Züge des Fernverkehrs. Ersatzhalte sind Hannover Messe/Laatzen und Wolfsburg Hauptbahnhof.

Zwischen Hamburg, Hannover und Göttingen fuhr zeitweise ebenfalls kein Fernzug. Diese Sperrung wurde gegen 9.30 Uhr wieder aufgehoben. Auch von Hamburg aus kam es zu Sperrungen: Nach Berlin fuhren gegen 10.30 Uhr wieder Züge, nach Rostock wenig später ebenfalls.

Mortimer: Wetterdienst warnte vor Sturmböen

Der Deutsche Wetterdienst hatte am Sonntag eine Warnung vor Sturmböen herausgegeben. Die Bahn warnte alle Reisenden, dass es im gesamten Bundesgebiet zu Einschränkungen im Bahnverkehr kommen könnte.

Bahnkunden sind aufgerufen sich vor Antritt einer Reise über mögliche Störungen auf den Strecken zu informieren. Dies ist möglich auf www.bahn.de/reiseauskunft, im DB Navigator oder bei der kostenpflichtigen Reiseauskunft unter Telefon 0180/6996633.

Alle Tickets des Fernverkehrs für Strecken, die von Sturmtief „Mortimer“ betroffen sind, behalten ihre Gültigkeit, heißt es auf der Homepage der Bahn Tickets können entweder kostenfrei stornieren oder bis zum 7. Oktober nach Störungsende flexibel genutzt werden. Dies gilt auch für zuggebundene Tickets. Sitzplatzreservierungen können umgetauscht werden. Für Reservierungen, die Kunden auf bahn.de gekauft haben, ist dies auch online möglich. 

Falls Reisende gebuchte Reise nicht antreten, können diese ihre Tickets kostenfrei zurückgeben. Die Bahn bietet dafür ein Erstattungsformular an.

kom

Weitere Nachrichten aus Niedersachsen und Bremen:

In Bremen-Hemelingen ist es am Montagmorgen zum Brand eines Wohn- und Geschäftshauses mit drei Geschossen gekommen. Das Gebäude sollte saniert werden. Bei einer Explosion in Emden hat ein 64 Jahre alter Mann am Sonntagmorgen lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Unterdessen bildete sich in Emden im Ostfriesland sogar ein Tornado, wie nordbuzz.de* berichtet.

*kreiszeitung.de und nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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