Lokführer unter Schock

Mann stürzt vor Zug ins Gleisbett – danach fehlt von ihm jede Spur

Ein unbekannter Mann ist im Bahnhof Buchholz vor einen Güterzug ins Gleisbett gestürzt. Der Lokführer konnte nicht erkennen, ob er den Mann tatsächlich überfahren hatte – von dem Unbekannten fehlte jedoch jede Spur.

Buchholz - Beim Überqueren der Bahnstrecke stolperte der Unbekannte am Samstag gegen 23.35 Uhr vor einem durchfahrenden Güterzug und stürzte ins Gleisbett. Der 50-jährige Lokführer leitete bei einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern eine Schnellbremsung ein, kam aber erst mehrere Hundert Meter weiter zum Stehen. Im toten Winkel konnte der 50-Jährige nicht mehr erkennen, ob er den Mann tatsächlich überfahren hatte. Er vermutete zunächst, dass das Unfallopfer noch im Gleisbett lag.

Einsatz von Polizei, Bundespolizei und Feuerwehr

Daraufhin kam es zu einem Sucheinsatz von Polizei, Bundespolizei und Feuerwehr. Schließlich wurde ein Bundespolizeihubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt, um nach dem möglicherweise schwer verletzten Mann im Umfeld des Bahnhofs Buchholz zu suchen. Die Suche verlief ohne Ergebnis, teilt die Bundespolizei mit.

Bundespolizei Bremen sucht Zeugen

Der Lokführer stand unter Schock und musste abgelöst werden. Erst danach konnte der Güterzug Richtung Maschen weiterfahren. Die Bahnstrecke wurde bis 2.20 Uhr teilweise gesperrt. Es verspäteten sich fünf Züge innerhalb von etwa drei Stunden.

Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und bittet um Zeugenhinweise nach dem unbekannten Gleisgänger unter Telefon 0421/162995.

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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