Umleitungen und lange Wartezeiten

Baustellen im Bahnverkehr - diese Züge sind betroffen

Die Deutsche Bahn kündigt an, dass sich Fahrgäste in Niedersachsen 2022 wieder auf Zugausfälle und Verzögerungen einstellen müssen. Der Grund: Mehrere Baustellen.

Hannover – Auch in diesem Jahr müssen Gäste im deutschen Bahnverkehr voraussichtlich wieder viel Geduld aufbringen. Denn mehrere Baustellen werden laut Deutscher Bahn erneut für Ausfälle und lange Fahrt- oder Wartezeiten sorgen. In Niedersachsen sei demnach die Zuganbindung zwischen Hannover und Hamburg besonders betroffen. Denn dort würde von Ende Mai bis Anfang Oktober an Gleisen, Weichen, Brücken und Bahnsteigen gearbeitet werden.

Zugstrecke Hamburg-Hannover: Deutsche Bahn rechnet mit 20 Minuten längerer Fahrtzeit

Demnach würde vom 11. Juni bis zum 23. September ein Teil der Züge auf dieser Strecke ohne Halt über Rotenburg/Wümme und Verden umgeleitet werden. Dadurch würde laut Deutsche Bahn die Fahrzeit um rund 20 Minuten länger werden. Auch die Zugstrecke Stralsund-Hannover werde zu einer Baustelle, währenddessen würden die direkten Zuganbindungen des ICE von Stralsund, über Hamburg und Hannover nach Karlsruhe ausfallen.

Lange Wartezeiten und Zugausfälle werden voraussichtlich auch 2022 die Fahrgäste im deutschen Bahnverkehr wieder deutlich einschränken.

In Bremen sei 2022 die Zuganbindung aus Bremen nach Hamburg und Osnabrück zum Teil eingeschränkt. Vom 7. Februar bis zum 18. April würden Gleis- und Weichenarbeiten auf dem Streckenabschnitt zwischen Scheeßel und Vehrte ausgeführt werden. Auch die Nahverkehrslinie RS2 der Nordwest-Bahn und RE78 von Keolis werden zum Teil zweitweise ausfallen. Davon sei auch der Fernverkehr betroffen.

Deutsche Bahn: Bauarbeiten haben so wenig Auswirkungen „wie möglich“

Die Deutsche Bahn bemühe sich, die Bauarbeiten so zu planen, die Auswirkungen auf die Fahrpläne so gering wie möglich seien. Dennoch lassen sich Ausfälle und Verzögerungen nicht ganz verhindern. Im vergangenen Jahr seien bundesweit 75,2 aller ICE und IC-Züge pünktlich angekommen. Damit gab es bereits eine Steigerung zum Vorjahr.

Im vergangenem Jahr war auch der Streik von Lokführerinnen und Lokführern maßgeblich an den Verspätungen und Ausfällen beteiligt. Im August war aufgrund eines Bahnstreiks bereits der Personenverkehr stark betroffen. Die Streikenden waren dabei jedoch nicht alleine, Unterstützung bekamen die Zugführerinnen und Zugführer auch von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Bleibt abzuwarten, ob sie die Streiks auch in diesem Jahr fortsetzten werden. Um Reisenden etwas Stress zu ersparen, rät die Deutsche Bahn dazu, sich über aktuelle Baustellen und Fahrpläne online im voraus bereits zu informieren. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Peter Steffen

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