Versuchter Totschlag

Baby in Koffer gesperrt - Haftstrafe rechtskräftig

Hannover - Eine junge Frau, die ihr Neugeborenes in einen Koffer gelegt und die Geburt verheimlicht hat, muss sechs Jahre ins Gefängnis. Die vom Landgericht Hannover verhängte Haftstrafe wegen versuchten Totschlags ist rechtskräftig.

Wie das Landgericht Hannover am Montag mitteilte, verwarf der Bundesgerichtshof die Revision der Angeklagten. Das kleine Mädchen konnte gerettet werden - es lag in dem Koffer zusammen mit dem Skelett des ersten Kindes der Frau.

Die junge Frau hatte die Schwangerschaft und Geburt ihres Kindes gegenüber ihrem damals 19 Jahre alten Freund verschwiegen, der noch keine Kinder wollte. Der Freund hatte nach vier Tagen den Koffer mit dem wimmernden Baby bemerkt und die Polizei verständigt.

Im Fall des ersten Kindes der Frau ging das Gericht davon aus, dass es im Januar 2015 eine Totgeburt war. Das aus dem Koffer gerettete Mädchen kam zu Pflegeeltern. Die Angeklagte hatte im Prozess die Umstände zwar eingeräumt, aber bestritten, dass sie das Kind töten wollte. Das Schwurgericht sah den Fall anders und erkannte einen Tötungsvorsatz. Es hatte die Frau Anfang März verurteilt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

Das könnte Sie auch interessieren

Terroropfer sollen mehr Entschädigungen und Hilfe bekommen

Terroropfer sollen mehr Entschädigungen und Hilfe bekommen

Weihnachtskonzert der Rotenburger Kantor-Helmke-Schule

Weihnachtskonzert der Rotenburger Kantor-Helmke-Schule

Zwei Tote nach Unfall in Schweizer Gotthardtunnel

Zwei Tote nach Unfall in Schweizer Gotthardtunnel

Diese drei Eintöpfe sind die Antwort auf den Winter

Diese drei Eintöpfe sind die Antwort auf den Winter

Meistgelesene Artikel

Wohnsituation für Flüchtlinge entspannt sich - Integration im Fokus

Wohnsituation für Flüchtlinge entspannt sich - Integration im Fokus

Niedersachsens Metall-Arbeitgeber bieten zwei Prozent mehr Lohn

Niedersachsens Metall-Arbeitgeber bieten zwei Prozent mehr Lohn

Eifersuchtsdrama endet tödlich - Angeklagter gesteht

Eifersuchtsdrama endet tödlich - Angeklagter gesteht

Wieder Probleme im Atomkraftwerk Grohnde

Wieder Probleme im Atomkraftwerk Grohnde

Kommentare