„Für eine saubere Zukunft“

E-Autos an Straßenlaternen laden: Deutsche Schüler entwickeln neues Ladesystem

Straßenlaternen als Ladestation, mit dieser Erfindung wollen drei deutsche Schüler das Problem mangelnder Ladestation für E-Autos lösen: bereits mit Erfolg.

Achern – Elektroautos werden immer beliebter. Der Netzausbau für das Laden von E-Autos läuft allerdings viel zu langsam. Expertinnen und Experten befürchten, dass Elektroautos der Strom im schlimmsten Fall ausbleiben könnte. Drei Schülerinnen und Schüler aus Achern in Baden-Württemberg wollen dagegen etwas unternehmen, ihre Idee: Elektroautos an jeder freien Stromquelle laden können. Dafür haben Berit Allgeier, Joel Schneider und Silvio Bär sogar das Start-up Unternehmen „E-ChargeNets“ gegründet.

StadtAchern
Bevölkerung24.859
Fläche65,24 km²
Höhe145 m

Deutsche Schüler entwickeln neues System, mit dem E-Autos an Straßenlaternen laden können

Alle drei gehen auf das Gymnasium in Achern. Mit ihrer Erfindung könnten Elektroautos theoretisch an jeder Straßenlaternen geladen werden: „Wir haben ein Lade- und Abrechnungskonzept zur privaten Nutzung von vorhandenen, öffentlichen Energiequellen als Ladestationsmöglichkeit für E-Mobilität, in Verbindung mit einem Ladeleitsystem entwickelt, das es dem Endnutzer ermöglicht, mit jedem Standardladekabel, E-Fahrzeuge zu laden“, erklären die Erfinder.

Berit Allgeier, Joel Schneider und Silvio Bär wollen mit ihrem Start-up Unternehmen das Ladesäulen-Problem von Elektroautos bekämpfen.

Der Anbieter der Lademöglichkeit sei von der Verbrauchsermittlung und Abrechnung befreit, da die Abrechnungssoftware eine unabhängige Stromverbrauchsabrechnung ermöglichen würde. Zudem informiere ein sogenanntes Ladeleitsystem den E-Fahrzeugfahrer über die Lage und Verfügbarkeit aller betriebenen Ladepunkte und leitet ihn direkt zu dem freien Ladepunkt, der seinem vorgegebenen Zielort am nächsten liegt.

Straßenlaternen-Ladestationen für Elektroautos: Bezahlung per QR-Code

Bezahlt wird anschließend per QR-Code. Langes Suchen nach Ladestationen wäre damit womöglich vorbei, schließlich stehen aktuell noch sehr viele Menschen vor dem Problem: E-Auto gekauft – und weit und breit keine Lademöglichkeit. Mit ihrem Start-up Unternehmen „E-ChargeNets“ überzeugten Allgeier, Schneider und Bär sogar die Jury von „Jugend Gründet“, ein Wettbewerb, der vom Steinbeis Innovationszentrum Unternehmensentwicklung der Hochschule Pforzheim ausgetragen wird. Bereits seit 18 Jahren messen sich Jugendliche dabei in Sachen Gründergeist.

Das Ziel der Schülerinnen und Schüler sei „eine saubere Zukunft“, wie die drei erklären: „Wir sind ein starkes Team, weil wir bereit sind, für unser gemeinsames Ziel, eine CO²-neutrale Zukunft, zu kämpfen. Bei unserer Suche nach sozial verträglichen, umsetzbaren und nachhaltigen Lösungen ziehen wir an einem Strang und unterstützen uns gegenseitig“.

Jugend Gründet: „E-ChargeNets“ landet auf Platz 13

Jugend Gründet wird auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. In einer ersten Runde entscheidet die Jury, wer weiter kommt. Insgesamt seien dabei 30 Plätze offen. In diesem Jahr hätten sich 738 Teams beworben, die drei Schülerinnen und Schüler aus Achern belegten mit ihrer Innovation zum Laden von Elektroautos immerhin den 13. Platz. In der zweiten Runde müssen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Start-up acht Jahre lang in einer Simulation organisieren.

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Doch die Erfindung zum Laden von Elektroautos könnte durchaus auch in der Praxis Anwendung finden. Bis vor kurzem konnten Verbraucherinnen und Verbraucher eine persönliche Ladestation noch mit staatlichen Prämien günstig finanzieren, nun sind die Förderungen für Ladestationen vorerst ausgelaufen, die Kosten bleiben wieder vollständig an Elektroautonutzenden hängen.

Fraglich ist allerdings, ob das Wichtigste für das Fahren von E-Autos der großen Nachfrage überhaupt standhält: Der Strom. Aus Angst vor einem Blackout schränkt England den Strom für Elektroautos bereits ein. Mit einem solchen Szenario auch in Deutschland rechnen die findigen Schüler-Gründer wohl aber offenbar nicht.* kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jugend Gründet

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