Automatenstimme gibt sich als Polizei aus

Verden/Osterholz/Rotenburg - Die Polizeiinspektionen Verden/Osterholz und Rotenburg warnen vor einer möglichen neuen Betrugsmasche.

Das Telefon klingelt und eine Stimme, die klingt "als käme sie von einem Band", meldet sich zu Wort: "Hier spricht die Polizei. In der letzten Zeit ist vermehrt zu Fällen von unerwünschter Werbung gekommen. Wenn Sie sich davor schützen wollen, drücken Sie jetzt die Eins!" Oder: "Hier spricht die Polizei. Wir haben festgestellt, dass Ihre Daten im Umlauf sind. Drücken Sie bitte die Taste 1"

Diese und ähnlich lautende Anrufe haben in dieser Woche zu Anzeigen bei verschiedenen Polizeidienststellen in Niedersachsen und Bremen geführt. Die Polizei vermutet, dass eine neue Betrugsmasche hinter den Anrufen stecken könnte. Sowohl die Umleitung zu einem so genannten Mehrwertdienst ist möglich, als auch die Aufforderung, eine bestimmte Rückrufnummer zu wählen oder auch sensible Daten wie Konto- und Kreditkartennummern Preis zu geben. "Zehn Euro und mehr kann die Minute ein solches Gespräch kosten", berichten Ermittler. Den Betrügern gelang es schon, Angerufene über eine halbe Stunde in der Leitung zu halten und so Telefonkosten von bis zu 1000 Euro zu verursachen.

Die Polizei rät, das Gespräch sofort abzubrechen und auf keinen Fall eine Ziffer im Tastenfeld des Telefons zu drücken. Nach dem Betrugsversuch sollten die angerufenen Bürger ihre Telefonrechnung prüfen, um zu verhindern, dass Beträge eingezogen werden. Ist es bereits zu Kosten gekommen, sollte Einspruch eingelegt und gegebenenfalls der Rechtsweg beschritten werden. Die Kosten werden zumeist über die Telefonunternehmen eingezogen.

Die Polizei arbeite nicht mit Bandansagen. Polizeibeamte melden sich immer persönlich am Telefon, nennen ihren Namen und sagen, von welcher Dienststelle sie kommen und welches Anliegen sie haben. Wenn Angerufene Zweifel an der Echtheit eines Telefonanrufes haben, sollen diese sich die Rufnummer des Polizisten geben lassen und ihn zurückrufen. Es solle auf keinen Fall den Anweisungen dieser Bandansagen gefolgt werden. Im Zweifelsfall einfach wieder auflegen. Betroffene sollen niemals persönliche und sensible Daten am Telefon preisgeben.

Erhalten Bürger einen solchen Anruf, sollten sie sich für alle Fälle die Anrufnummer notieren, falls sie im Display Ihres Telefons angezeigt wird. Weiter nützliche Tipps zum Thema Kriminalprävention sind im Internet unter www.polizei-beratung.de zu finden.

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