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Elektroauto: Autohersteller Ford baut ab sofort mit Bauteilen von VW

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Von: Bjarne Kommnick

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VW will zukünftig auch als Zulieferer agieren. Deshalb fahren Elektroautos von Ford schon bald mit Plattformen des Autoherstellers.

Wolfsburg – Volkswagen will seine Plattform für Elektroautos zukünftig auch an andere Autohersteller verkaufen. VW wolle deshalb Anfang 2023 eine Logistikhalle im sächsischen Meerane in Betrieb nehmen. Damit treibt der Konzern auch die Zusammenarbeit dem Autobauer Ford voran, der US-Autohersteller will künftig bei der Produktion von zwei E-Auto-Modellen auf die Plattformen von Volkswagen setzen.

AutomobilherstellerVolkswagen
HauptsitzWolfsburg
Gründung28. Mai 1937, Berlin
CEOHerbert Diess

VW verkauft Elektroauto-Plattformen an Ford: Neue Logistikhalle in Meerane

Das habe es zu vor bei Volkswagen so noch nicht gegeben, erklärt Ludwig Fazel, Leiter des Bereichs Plattform Business von Volkswagen, am Montag bei der Grundsteinlegung des Logistikzentrums in Meerane. Damit begibt sich das Unternehmen in ungewohnte Gefilde: „Wir werden von der reinen Rolle als Hersteller auch in die Rolle des Zulieferers schlüpfen“, so Fazel. Auch in Sachen Antriebstechnik betritt der Konzern ein neues Gebiet, VW treibt die Wasserstoff-Forschung voran und kündigte zuletzt an „mit einer Tankfüllung bis zu 2000 Kilometer weit“ fahren zu können.

Industriepark Meerane voll ausgebaut.
Die Baugrube der neuen Logistikhalle von Volkswagen in Meerane ist unweit einer weiteren Produktionshalle des Konzerns. © dpa/Jan Woitas

Die Logistikhalle sei ein wichtiger Umschlagsplatz für den Handel mit Plattformen für Elektroautos. In Meerane will VW Bestandteile des mobilen Elektrobaukastens MEB gebündelt werden und von dort nach Köln in ein Ford-Werk geliefert werden. Das Unternehmen habe den Standort in Meerane aufgrund der Nähe zur Autofabrik in Zwickau gewählt, da dieser Standort ein Vorreiter in der Produktion von Elektroautos sei.

VW-Logistikhalle in Meerane: 35 Millionen Euro Investitionen, 120 neue Arbeitsplätze

Deshalb knüpfe die neue Logistikhalle laut Fazel an bestehende Logistikwege an. Bei der Halle ist von 35 Millionen Euro an Investition und etwa 120 neue Arbeitsplätze die Rede. Unweit der neuen Halle betreibt VW bereits einen Standort für Achsmontage. Noch vor einigen Wochen rief VW mehr als 100.000 Hybridwagen wegen Stromschlag- und Brandgefahr zurück.

Ford hatte derweil angekündigt am Standort in Köln rund 1,8 Milliarden Euro investieren zu wollen, um zwei Elektroauto-Modelle auf den Markt zu bringen. Das erste Modell soll demnach ab 2023 verkauft werden. VW liefere den „Baukasten“ dafür. Es würden bereits Gespräche über ein drittes Fahrzeug stattgefunden haben. Zuletzt entfachten auch Spekulationen um eine Hakenkreuz-Theorie über das VW-Logo.

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