Berlin als riesige Fußgängerzone

Autofreie Innenstadt: Initiative fordert 12 private Autofahrten pro Jahr

Nur noch 12 private Autofahrten pro Jahr für Bürgerinnen und Bürger Berlins, das fordert eine Bürgerinitiative. Ihr Ziel: klimaschonende und sichere Mobilität.

Eine Berliner Bürgerinitiative will den Verkehr in der Hauptstadt stark einschränken. Der Vorschlag: Nur noch zwölf private Autofahrten pro Jahr für Bürgerinnen und Bürger Berlins. Den Gesetzesentwurf dafür habe die Initiative bereits im Februar vorgelegt. Die Initiative „Volksentscheid Berlin autofrei“ sammelte innerhalb von drei Monaten mehr als 50.000 Unterschriften für eine „lebenswerte Stadt, mit Platz für klimaschonende und sichere Mobilität“, so die Initiative.

Ausnahmen zum Autofahren seien dem Gesetzentwurf nach Urlaubsfahrten und der Transport schwerer und sperriger Güter. Von der Umwandlung in eine autofreie Stadt wäre der Autoverkehr innerhalb des S-Bahn-Ringes betroffen. Überwiegend sollen die Straßen dann für Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen und den öffentlichen Nahverkehr freigehalten werden. Auch in Bremen wird immer wieder über eine autofreie Innenstadt diskutiert.

StadtBerlin
Fläche891,8 km²
Einwohner3,645 Millionen
Höhe34 m

Berlin als „größte autoreduzierte Innenstadt der Welt“: Bürgerinitiative fordert 12 private Autofahren pro Jahr

Der Gesetzesentwurf der Initiative sieht vor, die vorgeschlagene Höchstanzahl von Privatautofahrten nach zehn Jahren noch einmal auf sechs zu halbieren. Ziel der Bürgerinitiative sei es, die 88 Quadratkilometer große Fläche zur „größte autoreduzierte Innenstadt der Welt“ umzuwandeln. Die Friedrichsstraße in Berlin diente in der Vergangenheit bereits als Teststraße für ein Berlin ohne Autos.

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Ein Berlin mit weniger Autos würde zudem zum Spazieren und draußen sein einladen. „Parkplätze werden zu Blumenbeeten, Kinder spielen auf der Straße, Menschen verweilen in Cafés an der großen Straße, Nachbar*innen treffen sich im neu entstandenen Kiezpark. Eine aufregende Großstadt, aus der man nicht fliehen muss, um einen Moment der Ruhe zu genießen“, schreibt die Initiative und fordert: „Lasst uns das Leben in Berlin neu denken!“

Eine autofreie Stadt würde demnach den Menschen in den Mittelpunkt der Stadt stellen und nicht den Verkehr. Andere Initiativen fordern ein Belohnungssystem für den Verzicht des Autos. Einige Städte in Deutschland wollen ebenfalls durch ein neues Verkehrskonzept mehr Lebensqualität erreichen. In Sulingen passiert derzeit wohl hingegen so etwas wie das Gegenteil. Aufgrund einer Baustelle zentriert sich der Lastwagenverkehr genau auf die Innenstadt.

Klimawandel und Verkehrsunfälle erfordern sofortiges Handeln: Berliner Bürgerinitiative will ersten Schritt gehen

15.500 Menschen seien aufgrund von verkehrsbedingte Emissionen in Deutschland pro Jahr frühzeitig verstorben. Hinzu kommen 3.400 Todesfälle durch Verkehrslärm. Alleine in Berlin haben sich innerhalb des vergangenen Jahres 2.299 Personen im Straßenverkehr schwer verletzt. Die Zahl der Verkehrstoten ist im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 10 Todesfälle auf 50 gestiegen.

Autofreies Berlin: Wenn es nach einer Initiative geht, soll das schon bald Realität in der Hauptstadt werden.

Ein weiter Grund für das Vorhaben der Berliner Bürgerinitiative: „Der Klimawandel erfordert sofortiges Handeln auf allen Ebenen, hier und weltweit.“ Die Lasten des Klimawandels trage vor allem der globale Süden, obwohl das Problem größtenteils vom globalen Norden verursacht werde. Solange daran nichts ändere „leben wir auf Kosten des Südens“. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © imago/Dirk Sattler

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