Auschwitz-Prozess in Lüneburg

Versöhnungsgeste sorgt für Protest

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Auschwitz-Überlebende Eva Kor

Lüneburg - Die öffentliche Versöhnungsgeste einer KZ-Überlebenden im Lüneburger Auschwitz-Prozess hat zum Protest der übrigen Nebenkläger geführt.

Sie könnten dem angeklagten SS-Mann Oskar Gröning seine Mitwirkung am Mord von 300 000 Menschen in Auschwitz nicht verzeihen, erklärten die 49 Nebenkläger, die das Konzentrationslager ebenfalls überlebt hatten, am Montag.

Sie kritisierten, dass die Überlebende Eva Kor ihr Verzeihen und Vergeben immer wieder öffentlich inszeniere, erklärten die Nebenkläger. Kor hatte Gröning am Rande des Prozesses die Hand zur Versöhnung gereicht und vor Gericht gesagt. „Ich habe den Nazis vergeben.“

Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete, empörten sich die Nebenkläger auch über Kors Auftritt am Sonntagabend in der Sendung „Günther Jauch“. Dort bekräftigte sie ihr Vergeben für den 93-Jährigen, dem das Gericht Beihilfe zum Mord in mindestens 300 000 Fällen vorwirft.
dpa

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