Gutachter im Auschwitz-Prozess hat Zweifel an Grönings Aussagen

+
Früherer SS-Mann Oskar Gröning

Lüneburg - Im Auschwitz-Prozess vor dem Landgericht Lüneburg hat der Historiker Stefan Hördler erneut Zweifel an Aussagen des Angeklagten geäußert.

So hatte der frühere SS-Mann Oskar Gröning etwa angegeben, während der Zeit der Transporte aus Ungarn im Sommer 1944 nur höchstens dreimal vertretungsweise Dienst an der Rampe getan zu haben, um das zurückgelassene Gepäck der Verschleppten zu bewachen. Wahrscheinlicher sei zumindest ein wöchentlicher Einsatz während der etwa zweimonatigen Ungarn-Aktion, erklärte der historische Sachverständige am Mittwoch.

Als SS-Unterscharführer sei er vom Rampendienst ausgenommen worden, hatte Gröning zu Beginn des Verfahrens weiter berichtet. Auch das sei „absolut unwahrscheinlich“, erklärte Hördler und zeigte Fotos eines Transports an der Rampe vom Mai 1944. Darauf waren mehrere Unterscharführer zu sehen, darunter einer mit Brille, der Gröning ähnelte. Für eine angekündigte weitere Stellungnahme des 94-Jährigen war am Ende keine Zeit mehr. Diese wird nun für den 1. Juli erwartet. Gröning wird Beihilfe zum Mord in mindestens 300 000 Fällen vorgeworfen.
dpa

Eröffnung der Klostermühle in Heiligenberg

Eröffnung der Klostermühle in Heiligenberg

Arnold Schwarzenegger fährt Elektro-Auto

Arnold Schwarzenegger fährt Elektro-Auto

Abschied von Roman Herzog: "Geschenk für unser Land"

Abschied von Roman Herzog: "Geschenk für unser Land"

Trotz Aus: Großartige Tage für Mischa Zverev in Melbourne

Trotz Aus: Großartige Tage für Mischa Zverev in Melbourne

Meistgelesene Artikel

Bombe im Harburger Hafen entschärft 

Bombe im Harburger Hafen entschärft 

Zwei Schlittschuhläufer brechen in Dümmer See ein 

Zwei Schlittschuhläufer brechen in Dümmer See ein 

Schiffsführer bei Zusammenprall mit Brücke tödlich verletzt

Schiffsführer bei Zusammenprall mit Brücke tödlich verletzt

Taxifahrer stirbt nach Unfall 

Taxifahrer stirbt nach Unfall 

Kommentare