„Ich liebe dich zum Mond und zurück“

Aus Liebe zu krankem Bruder: Junge läuft zu Fuß so weit, wie zwei Mond-Umrundungen

Die Brüder Harry und Reuben Byrne.
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Die Liebe der Brüder Harry (links) und Reuben geht soweit, dass Harry tausende Kilometer für Reuben gelaufen ist.

„Ich liebe Dich bis zum Mond und zurück“: Ein Junge möchte seinem kranken Bruder zeigen, dass er das ganz ernst meint – und startet ein rührendes Laufprojekt.

Larkhill - Ein siebenjähriger Junge namens Harry Bryne aus Larkhill in Großbritannien ist tausende Kilometer für seinen todkranken kleinen Bruder Reuben gelaufen. Reuben leidet an einer seltenen Krankheit, demnach seien weniger als 20 Fälle der Erkrankung weltweit registriert. Einen wissenschaftlichen Namen habe die Krankheit bisher nicht. Um seine Liebe zu beweisen, ist sein älterer Bruder Harry mithilfe seines „Mondtrekker-Teams“ in den vergangenen drei Monaten tausende Kilometer gelaufen, um dabei Spenden zu sammeln.

Stadt Larkhill
Einwohner2.358
GemeindeDurrington
KreisWiltshire

Um Bruder Liebe zu zeigen: Junge läuft zu Fuß so weit wie zweimal um den Mond herum

Auf Worte müssen Taten folgen findet der 7-jährige Schüler. Er sagte seinem Bruder oft, dass er ihn „bis zum Mond und zurück“ liebe. Deshalb wählte er symbolisch die doppelte Distanz des Mondumfang, denn um wirklich einmal die Distanz zum Mond hin und zurück zu laufen, dafür bleibt seinem Bruder Reuben einfach keine Zeit, denn das wären mehr als 700.000 Kilometer.

Vom 31. Juli bis zum 31. Oktober hatte Harry jeden Tag seine Zeit damit verbracht, seine Meilen abzuhaken. Ob zu Fuß in die Schule gehen oder in der Fußball-Halbzeitpause, da wo viele Schülerinnen und Schüler in seinem Alter auf Bequemlichkeit setzen, gibt Harry alles. Dabei ist er alleine an einem Tag mit einem Kumpel sogar mehr als 45 Kilometer gegangen, die Wanderung habe rund 12 Stunden gedauert.

Kleiner dauerlaufender Junge sammelt 40.000 Pfund Spenden für seinen Bruder

Harry hat bisher satte 25.000 Pfund durch seine „Round-the-Mond“-Herausforderung und noch einmal 15.000 Pfund durch einen 45-Meilen-Spaziergang gesammelt. Denn seine Aktion gewann große Öffentlichkeit, sodass sich viele Spenderinnen und Spender gefunden haben. Das Geld möchte er auf das Julias House Hospiz in Devizes und das Naomi House in Sutton Scotney, verteilen. Diese beiden Hospize hatten sich um Reuben gekümmert. Auch in Leer sammelte ein 16-jähriger Spenden für die todkranke Liah-Mara.

Sophie Byrne, die 29-jährige Mutter der beiden Jungen sagte, dass der kranke Reuben die ganze Zeit über „Cheerleader Nummer eins“ für seinen laufenden Bruder Harry war. Sogar Harrys letzte Meile hatte er mit ihm gemeinsam beendet – wenn Harry dabei auch seinen Kinderwagen schieben musste. Sophie Byrne erklärt: „Wir sind so stolz auf Harry für alles, was er getan hat, er hat nicht nur Geld gesammelt und auf Reubens Zustand aufmerksam gemacht, sondern auch all diese erstaunlichen Erinnerungen mit seinem kleinen Bruder geschaffen, die einfach unbezahlbar sind.“

Familie mit schweren Schicksal: Schon ein anderes Kind an seltener Krankheit gestorben

Denn die Familie trifft bereits zum zweiten Mal ein schweres Schicksal. Denn bereits ihre Tochter Olivia haben Sophie und ihr Ehemann Sean aufgrund der unbekannten Krankheit bereits verloren. „Als Reuben mit derselben Sache geboren wurde, wusste ich sofort, wegen Olivia. Es war, als hätte der Blitz zweimal an derselben Stelle eingeschlagen.“

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Mama Sophie erklärt: „Wir haben immer ganz offen und positiv mit Harry über Reuben und auch über Olivia gesprochen.“ Nachdem Olivia gestorben war, nahmen Sophie und ihr Mann Sean an der Three Peaks Challenge teil, um Geld für die Hospize zu sammeln, die sich um sie gekümmert hatten: „Und Harry wollte etwas Ähnliches tun, um die Hospize zu unterstützen, die seinem kleinen Bruder helfen.“ Wie die Arbeit in solch einer Institution aussieht, zeigt das Kinderhospiz in Ganderkesee*.

Besonders rührend war es auch als hunderte Trucker den letzten Wunsch vom todkranken Hartmut erfüllt hatten. Auch als tausende Motorradfahrerinnen und -fahrer bei der Aktion Krach für Kilian für einen todkranken Jungen vorfuhren, blieb wohl kaum ein Herz hart. Aber dass Bruderliebe so groß und weit ist, wie der Mond weg ist, das ist berührend, wunderschön – und tröstend. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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