Analyse steht noch aus

Kokainpäckchen auf ostfriesischen Inseln bleiben mysteriös

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Die angeschwemmten Kokainpäckchen aus dem April 2017 geben weiterhin Rätsel auf.

Aurich/Borkum - Deutsche und belgische Behörden ermitteln immer noch zur Herkunft der Kokainpäckchen, die im April an ostfriesischen Inselstränden angespült worden waren. „Das Ergebnis eines speziellen Gutachtens liegt noch nicht vor“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich.

Mit der chemischen Analyse soll geklärt werden, ob ein Zusammenhang zwischen den Kokainpäckchen in Ostfriesland und Drogenfunden an der belgischen Küste besteht. Dort hatte die Polizei Anfang April zwei Dutzend Sporttaschen mit mehr als einer Tonne Kokain im Millionenwert aus der Nordsee gefischt. 

Die Kokainfunde könnten auf bekannte Schmugglermethoden deuten: Danach werden in der Nordsee Rauschgifttaschen von Bord großer Schiffe geworfen und später von kleineren Booten an Land gebracht. Die Drogenfahnder haben vor allem den Containerverkehr im Visier, über den ein Großteil des Rauschgifts nach Europa gelangt.

Nach Rekordfunden in Hamburg

Im Frühjahr hatten Fahnder in Hamburg bei Rekordfunden fast vier Tonnen Kokain im Straßenverkaufswert von etwa 800 Millionen Euro beschlagnahmt. Bisher sei nicht abzusehen, wann das Wirkstoffgutachten vorliegt, sagte die Sprecherin in Aurich. Die Behörden in Deutschland und Belgien wollen die Analyse zunächst auswerten und sich bei den weiteren Ermittlungen abstimmen. 

Im April waren elf ziegelsteingroße Kokainpakete in Plastikfolie unter anderem an die Strände von Borkum, Norderney und Baltrum gespült worden. Pro Paket wurde der Straßenverkaufswert auf mehrere Tausend Euro geschätzt. 

Die Polizei hatte tagelang vor Päckchen mit einer chemischen Substanz gewarnt, die zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen könnten. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass Finder sich strafbar machen könnten, wenn sie Päckchen am Strand nicht zur Polizei brächten.

dpa

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