Auffälliger Wolf Kurti soll eingeschläfert werden

Hannover/Munster - Der auffällig gewordene Wolf aus dem Munsteraner Rudel mit der Kennung MT6 soll nun doch getötet werden. Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz teilte am Mittwoch mit, dass das Tier zuerst betäubt und dann eingeschläfert werden solle.

Einen Tag zuvor hatte Kottwitz davon gesprochen, den Wolf nur im äußersten Notfall töten zu lassen. Die Entscheidung, das Tier nicht in ein Gehege in Springe zu bringen, sei in Abstimmung mit dem neuen Wolfsberatungszentrum auf Bundesebene gefallen, hieß es.

Der auch Kurti genannte Wolf hatte sich in den vergangenen Tagen Menschen bis auf wenige Meter genähert. „Darum sind in dieser Situation Maßnahmen zur Gefahrenabwehr notwendig“, erklärte Kottwitz.

Die Landesjägerschaft begrüßte den Schritt. „Aus unserer Sicht ist die Entscheidung für eine letale Entnahme richtig“, sagte Sprecher Florian Rölfing in Hannover. „Eine dauerhafte Unterbringung des Wolfes in einem Gehege wäre aus Tierschutzsicht fragwürdig gewesen. Ein in Freiheit aufgewachsenes Wildtier wie der Wolf wird sich an eine Gehegesituation nicht gewöhnen.“ Auch der Naturschutzbund (Nabu) zeigte Verständnis für die Maßnahme. „Zur Entnahme von MT6 tragen wir den Versuch der Betäubung und das Einschläfern des Tieres mit“, erklärte der Landesvorsitzende Holger Buschmann.

Der CDU-Abgeordnete Ernst-Ingolf Angermann hatte bereits am Dienstag gefordert, den Wolf töten zu lassen. Er hatte die Landesregierung aufgefordert, im Fall des „Problemwolfs“ kein weiteres Risiko einzugehen. Die Sicherheit der Bevölkerung müsse an erster Stelle stehen. Außerdem hatte er erklärt: „Wenn die Landesregierung ohnehin davon ausgeht, dass der Wolf letztlich getötet werden muss, sollte sie den Mut aufbringen, es gleich zu tun und dem Tier unnötiges Leid ersparen.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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