Selbstmordversuch vor Abschiebung

Asylbewerber außer Lebensgefahr

Lingen/Hildesheim - Nach seinem Selbstmordversuch schwebt ein 36 Jahre alter Asylbewerber aus Marokko nicht länger in Lebensgefahr. Das sagte ein Sprecher der Polizei in Lingen am Dienstag.

Der Mann, der eigentlich am Montag nach Bulgarien abgeschoben werden sollte, hatte am Samstagabend in Lingen seine Hose mit Benzin übergossen und sich in Brand gesteckt. Er wird in einer Gelsenkirchener Spezialklinik behandelt.

Als Reaktion auf die Verzweiflungstat forderte der Flüchtlingsrat Niedersachsen, Abschiebungen nach Bulgarien auszusetzen. Die Abschiebungen seien aus menschenrechtlicher Perspektive skandalös. Flüchtlinge würden dort systematisch inhaftiert, misshandelt und in illegalen Aktionen außer Landes gebracht, auch, wenn die bulgarische Regierung Verbesserungen versprochen habe. Außerdem sollten Abschiebungen bei Verdacht auf Traumatisierung und Suizidgefahr generell ausgesetzt werden. dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Regierungspartei fordert Rücktritt Mugabes

Regierungspartei fordert Rücktritt Mugabes

Mitmach-Tag in der Kindertagesstätte Dörverden

Mitmach-Tag in der Kindertagesstätte Dörverden

Staatsanwaltschaft will Puigdemont an Spanien ausliefern

Staatsanwaltschaft will Puigdemont an Spanien ausliefern

Weltklimakonferenz streitet bis zuletzt ums Geld

Weltklimakonferenz streitet bis zuletzt ums Geld

Meistgelesene Artikel

Große Runde setzt Koalitionsverhandlungen in Niedersachsen fort

Große Runde setzt Koalitionsverhandlungen in Niedersachsen fort

Verbraucherzentrale warnt vor falschen Energieberatern

Verbraucherzentrale warnt vor falschen Energieberatern

Hersteller ruft Sonnenblumenöl „Salatoff“ zurück

Hersteller ruft Sonnenblumenöl „Salatoff“ zurück

Passanten finden leblose Frau in einem Teich

Passanten finden leblose Frau in einem Teich

Kommentare