Anwohner wehren sich gegen Chemiefabrik in Ritterhude

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Anwohner eines Wohngebietes in Ritterhude enthüllen am Sonntag ein Protestplakat gegen die Wiederbebauung des Geländes der Entsorgungsfirma Organo Fluid GmbH am Kiepelberg. Hier war im September 2014 der Betrieb zur Entsorgung von Chemieabfällen explodiert.

Ritterhude - Auch mehr als acht Monate nach der Explosion einer Chemiefabrik in Ritterhude bei Bremen ist die Ursache nicht geklärt.

Die Anwohner der ehemaligen Chemie-Müllverbrennungsanlage haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen und wollen verhindern, dass die in einem Wohngebiet gelegene Fabrik in irgendeiner Form weiter betrieben wird. Am Sonntag enthüllten sie ein Schild mit der Aufschrift „Wir wollen keine neuen „Bürogebäude“ auf dem Chemiegelände.Weder mit - noch ohne Labor im Keller!“. Das Gelände solle in ein Wohngebiet umgewandelt werden.

Die Fabrik war Anfang September 2014 nach einer Explosion in Flammen aufgegangen. Ein Mitarbeiter kam damals ums Leben. 40 Wohnhäuser wurden teils schwerbeschädigt. Laut einem vom niedersächsischen Umweltministerium vorgestellten Untersuchungsbericht hatte es schwere Versäumnisse der Aufsichtsbehörden und des Unternehmens gegeben. Viele Veränderungen an der Fabrik seien nicht ordentlich gemeldet worden. Die Gewerbeaufsicht habe Sachverhalte falsch eingeschätzt und keine Konsequenzen gezogen.

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