Prostituierte gefesselt - Anklage gegen früheren Polizisten

Hannover - Weil ein Polizist eine Prostituierte gefesselt und mit seiner Dienstwaffe bedroht haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Hannover Anklage gegen den 53-Jährigen erhoben. Dem Mann werden unter anderem versuchte schwere sexuelle Nötigung und Körperverletzung vorgeworfen, sagte Oberstaatsanwaltschaft Thomas Klinge.

Die „Bild“-Zeitung berichtete, der Mann habe nach der Tat freiwillig den Dienst quittiert. Der Beamte hatte im Juni 2014 zunächst einvernehmlich Sex mit der 33-Jährigen in seinem Privatwagen. Danach soll er ihr seine Diensthandschellen angelegt und die Pistole an ihre Schläfe gedrückt haben. Bei ihren Befreiungsversuchen erlitt die Frau Klinge zufolge Schnittwunden an den Handgelenken.

Als zwei Zeugen dem schreienden Opfer zur Hilfe eilten, soll der Polizist die beiden ebenfalls mit der Waffe bedroht haben. Der Beamte flüchtete ohne die Handschellen. Sie führten die Ermittler auf die Spur des Mannes. Zuhause hatte er darüber hinaus unerlaubt Munition gelagert. Ein Termin für das Strafverfahren vor dem Landgericht Hannover steht noch nicht fest. Nach Angaben seines Verteidigers in der „Bild“-Zeitung will sich der 53-Jährige im Prozess bei der Prostituierten für den Übergriff entschuldigen.
dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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