Zu warm und zu trocken

Drohender Borkenkäfer-Befall: Förster hoffen auf Regen

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Fichtenborkenkäfer drohen, in diesem Jahr zu einer Plage zu werden.

Clausthal-Zellerfeld - Weil es in den vergangenen Wochen für die Jahreszeit zu warm und zu trocken war, befürchten die Landesforsten einen massiven Befall des Waldes mit Borkenkäfern.

Schon jetzt seien im Harz viele Fichten befallen, sagte Sprecher Michael Rudolph. Zuletzt habe es hier und da zwar ein paar Niederschläge gegeben. Die Waldböden seien aber nach wie vor sehr trocken, so dass es dringend „ordentlich“ regnen müsste.

Erschwerend komme in diesem Jahr hinzu, dass noch immer zahlreiche Baumstämme in den Wäldern lägen, die vom Sturm „Friederike“ umgeworfen wurden. Auch dies begünstige die Ausbreitung der Borkenkäfer.

Borkenkäfer bohren sich in die Baumrinde, um dort ihre Eier abzulegen. Sie zerstören dabei die Wasser- und Nährstoffleitbahnen der Fichten. Bei Wassermangel können die Bäume nicht ausreichend Harz zur Abwehr der Schädlinge bilden und sterben ab.

Fatale Wetter-Kombination

„Wärme begünstigt die Käfer. Und wenig Regen stresst die Bäume“, sagte Martin Rohde von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen. In dieser Kombination könne sich eine besonders starke Borkenkäfer-Population entwickeln.

Der aus Sicht der Förster gefährlichste Borkenkäfer ist der Buchdrucker. Er kann nach Darstellung der Forstlichen Versuchsanstalt den Wald bei unkontrollierter Ausbreitung großflächig zerstören.

dpa

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