Angebliche Elefanten-Quälerei

Peta fordert Suspendierung von Zoowärtern in Hannover

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Elefanten im Zoo Hannover.

Hannover - Nach den Vorwürfen von Peta, Pfleger würden im Zoo Hannover Elefanten misshandeln, hat die Tierrechtsorganisation sofortige personelle Konsequenzen gefordert.

"Wir vermissen eine Stellungnahme des Zoos, dass die Tierquälerei beendet wurde", hieß es am Montag in einem offenen Brief an die Leitung des Tierparks. "Wir fordern Sie daher auf, das für die Elefanten zuständige Personal umgehend zu suspendieren und durch andere Zoowärter - notfalls aus anderen Zoos - zu ersetzen."

Zoo-Leitung: Filmmaterial noch nicht verifiziert

Die Tierrechtsorganisation hatte heimlich Videos gedreht, die am 4. April in einem Beitrag des ARD-Magazins "Report Mainz" gezeigt wurden. Peta hatte im Herbst 2016 mehrere Kameras in der Elefantenanlage installiert. Die Organisation wirft den Pflegern vor, Jungtiere zu misshandeln, um ihnen Kunststücke beizubringen. Der Zoo kündigte daraufhin an, das Videomaterial genau zu analysieren, verwahrte sich aber gegen jede Vorverurteilung. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind viele Vorwürfe, die in den Berichten und in den sozialen Medien erhoben werden, noch ungeklärt und beruhen allein auf bearbeitetem Filmmaterial, dessen Herkunft und Kontext nicht verifiziert ist“, teilte die Zoo-Leitung am Tag nach der Sendung mit.

„Wir haben das Videomaterial vor Veröffentlichung der Recherche zusammen mit unserer ausführlichen Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft Hannover gesandt“, schrieb Peta am Montag. Dort werde eine unabhängige Aufklärung erfolgen. „Zudem wäre es hinsichtlich des bereits eingeleiteten Ermittlungsverfahrens generell absolut unüblich, dem/den mutmaßlichen Täter/n Beweismaterial zur Verfügung zu stellen.“

Demo vor Tierpark

Nach Peta vorliegenden Informationen seien entsprechende Hinweise seit vielen Jahren bekannt. Die Tierschützer verwiesen dabei auf den Verein Elefanten-Schutz Europa, der bereits 2005 darüber berichtet hatte. Der Verein hatte den Zoo vor wenigen Tagen aufgefordert, umgehend zu handeln und ebenfalls personelle Konsequenzen gefordert. Mehr als 100 Tierschützer demonstrierten am Samstag vor dem Tierpark.

dpa

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