Böen bis 100 Stundenkilometer

Erster Herbststurm im Norden behindert Zugverkehr

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Der erste Herbststurm ist im Norden angekommen.

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung vor Sturmböen herausgegeben. An der Nordsee sind sogar schwere Sturmböen um 100 Stundenkilometer möglich.

Heute zieht ein Orkantief von der Nordsee nach Südnorwegen und streift mit seinen Ausläufern Norddeutschland. Dabei wird die sommerliche Warmluft durch frische Meeresluft ersetzt.

Update, Freitag, 16 Uhr:

Die Streckensperrung der RE5 Hamburg - Stade – Cuxhaven wird aufgehoben. Der erste Zug von Cuxhaven nach Hamburg Hbf ist 81526 Abfahrt 16.09 Uhr. Der erste Zug von Hamburg-Harburg nach Cuxhaven ist 81525 Abfahrt 17.24 Uhr. Es ist noch mit erheblichen Verspätungen und eventuellen Einschränkungen zu rechnen.

Update, Freitag, 15 Uhr: 

Der erste Herbststurm der Saison hat am Freitag in Teilen Niedersachsens Verkehrsbehinderungen verursacht. Bäume knickten um und blockierten die Bahnstrecken Bremen-Hamburg und Cuxhaven-Hamburg. Reisende nach Bremen sollten in Kirchweyhe auf den Regionalverkehr ausweichen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Der Metronom stellte seine Zugverbindung zwischen Hamburg und Cuxhaven wegen eines umgeknickten Baumes in beiden Richtungen ein, wie das Unternehmen mitteilte. Zwischen Cuxhaven und Buxtehude fuhren Busse. Ab Buxtehude konnten die Passagiere die S-Bahn nach Hamburg nutzen.

Die Menschen auf Helgoland blieben durch den Sturm vom Festland abgeschnitten. Der Halunder-Jet ab Cuxhaven sowie die Fähren der Reederei Cassen-Eils von Büsum, Bremerhaven und Cuxhaven fuhren nicht, wie die Reedereien mitteilten. Es fanden auch keine Fahrten zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk statt.

Auch der Katamaran zwischen Borkum und Emden verkehrte am Freitag nicht. Als Alternative wurde eine zusätzliche Verbindung mit der Fähre angeboten, sagte Corina Habben, Sprecherin der Reederei AG Ems. Auch am Samstag und am Montag sollte der Katamaran wegen des Wetters nicht eingesetzt werden. "Es kann passieren, dass die Reise für die Passagiere etwas länger als geplant dauert", sagte Habben. Sie kämen aber auf jeden Fall von und auf die Insel. Die Fähre braucht doppelt so lange wie der Katamaran.

Bei den Fahrplänen von Langeoog, Spiekeroog, Juist und Norderney gab es am Freitag keine wetterbedingten Änderungen. Der Deutsche Wetterdienst warnte für Freitag vor schweren Sturmböen mit einzelnen orkanartigen Böen an der Nordsee.

Die Nordwestbahn teilt mit: Regio-S-Bahn RS 1: Aufgrund einer Bombenentschärfung in Bremen-Sebaldsbrück kann es ab dem Nachmittag auf dem Streckenabschnitt zwischen Bremen Hbf und Bremen-Mahndorf zu Einschränkungen im Betriebsablauf kommen.

Update, Freitag, 10.30 Uhr: Wegen des Moorbrandes auf einem Bundeswehr-Testgelände hat der Landkreis Emsland am Freitagmorgen den Katastrophenfall ausgerufen. Eine Evakuierung der Gemeinden Groß Stavern und Klein Stavern könne nicht mehr ausgeschlossen werden, teilte Landrat Reinhard Winter mit.

Update, Freitag, 9 Uhr: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 Stundenkilometer anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 85  Stundenkilometer gerechnet werden.

Der Deutsche Wetterdienst schreibt weiter: Heute ab dem Vormittag an der See Sturm mit schweren Sturmböen um 100 Stundenkilometer, auf den Inseln mit einzelnen orkanartigen Böen aus Südwest bis West, im Binnenland Sturmböen, einzelne schwere Sturmböen mit Frontpassage möglich. Am Abend und in der Nacht zum Samstag zögerliche, im Binnenland deutliche Windabnahme.

Gewitter: Besonders an der See ab dem Spätnachmittag kurze Gewitter, dabei schwere Sturmböen.

Auch die Feuerwehrkräfte in Meppen stellt der aufkommende Sturm vor Probleme.

Starker Wind! Wichtige Tipps für Autofahrer

  • Mit angepasster Geschwindigkeit fahren: Nur so hat man das Fahrzeug unter Kontrolle. Wird man von einer Böe erfasst, kontrolliert gegenlenken.
  • Auf Brücken und in Waldschneisen auf Windsäcke oder Hinweisschilder achten. Hier ist die Gefahr besonders groß, von Windböen erfasst zu werden. Aufschluss über die jeweilige Windstärke geben auch Bäume und Sträucher.
  • Bei sehr starkem Wind möglichst nicht mehr in Waldgebiete einfahren: Bäume können umstürzen oder die Fahrbahn bereits blockiert sein.
  • Besondere Vorsicht gilt beim Überholen von Lkw oder Bussen. Während man zunächst im Windschatten des überholten Fahrzeugs fährt, wird man nach dem Überholvorgang voll vom Seitenwind erfasst.
  • Dachlasten wie Fahrräder oder Skiboxen erhöhen aufgrund der größeren Aufprallfläche die Seitenwindempfindlichkeit erheblich. Besonders anfällig für Seitenwind sind Wohnmobile und Wohnwagengespanne sowie Busse und Lkw. Diese Fahrzeuge können im schlimmsten Fall sogar umkippen.

Jetzt ist Herbstanfang

Auf der Nordhalbkugel beginnt der kalendarische oder astronomische Herbst in diesem Jahr am 23. September. Dann sind - wie zum Frühlingsanfang - überall auf der Erde Tag und Nacht fast gleich lang. Astronomen sprechen von "Äquinoktium" nach den lateinischen Begriffen "aequus" (gleich) und "nox" (Nacht). Der Sonnenzenit wandert nach Süden und steht für einen Moment genau über dem Äquator. In diesem Jahr ist es am 23. September um 03.54 Uhr MESZ so weit. Der Herbstanfang kann auch auf den 22. September fallen. Für Meteorologen hat der Herbst bereits am 1. September begonnen - wegen der Vergleichbarkeit von Statistiken über die einzelnen Monate.

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