Radarfallen könnten für Kommunen zum Problem werden

Ampel-Blitzer auf dem Prüfstand

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Ein Ampel-Blitzer in Hannover.

Hannover - Bestimmte Radarfallen könnten auch für Kommunen in Niedersachsen zum Problem werden, falls sie falsch installiert sind. In Düsseldorf wurden die Geräte abgeschaltet, die rechtlichen Folgen sind noch offen. Auch Hannover hat schon gehandelt - Hoffnung für Rotsünder?

Die in Düsseldorf abgeschalteten Ampel-Radarfallen von Jenoptik sind auch in Niedersachsen im Einsatz, Hannover hat sie schon außer Betrieb genommen. Der Hersteller habe mitgeteilt, dass den Anlagen die Zulassung fehle, hatte das Amtsgericht in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens mitgeteilt. Die Anlagen haben dort jahrelang Rotlichtverstöße erfasst. Sie seien bis vor kurzem auch in Hannover verwendet worden, sagte Stadtsprecher Udo Möller. 

Ende Januar habe Jenoptik mitgeteilt, dass die Aufbauanordnung von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) geringfügig geändert wurde. Die Änderung betreffe den Abstand der Induktionsschleifen. Die betroffen Anlagen seien sofort außer Betrieb genommen worden. „Wie rechtlich mit den entsprechenden Bußgeldbescheiden für den fraglichen Zeitraum umzugehen ist, wird noch geprüft", sagte Möller. 

Abstand der Induktionsschleifen problematisch

Betroffen sei das Modell Traffipax TraffiPhot III. Nach Angaben von Jenoptik basiert das System auf Induktionsschleifen, die in die Straße verlegt sind. Während der Rotphasen wird das Gerät aktiviert und reagiert dann auf ein Überfahren der Drahtschleifen. Es gehe um den von der PTB präzisierten Abstand der Induktionsschleifen, sagte eine Unternehmenssprecherin. „Bis 2017 gab es eine Soll-Regelung, jetzt eine Muss-Regelung", sagte sie. Damit muss der Abstand der Schleifen nun 1,20 Meter betragen. „Es gibt keinen Anhaltspunkt, dass es zu fehlerhaften Messungen kommt", betonte sie. 

In Oldenburg seien aktuell vier der Überwachungsanlagen von Jenoptik in Betrieb, sagte Stadtsprecher Stephan Onnen. „Die Eichung aller Geräte erfolgte erst im November vergangenen Jahres." Er erwarte keine rechtlichen Probleme, die Anlagen seien nach den Vorgaben der PTB zugelassen. 

Keine Anlagen in Oldenburg, Göttingen, Braunschweig und Wolfsburg

Auch in Osnabrück steht eines der Geräte. „Wir werden die Anlage überprüfen, rechnen aber nicht mit Problemen", sagte Stadtsprecher Sven Jürgensen. Überwacht werde nur ein Fahrstreifen.

In Braunschweig wird das Modell nach Angaben der Stadt nicht verwendet. Göttingen habe keine Geräte von Jenoptik, sagte ein Sprecher. „Die Stadt Wolfsburg hat keine Rotlichtüberwachungsgeräte im Einsatz", hieß es dort. Doch die Anlagen könnten vielerorts zum Thema werden, nicht nur in Niedersachsen. Sie seien bundesweit im Einsatz, sagte eine Sprecherin von Jenoptik. Die Technik komme schon seit 30 Jahren zum Einsatz. Da sei es für Jenoptik als Hersteller schwer möglich, die aktuellen Einsatzorte zu erfassen. - dpa

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