Groß-Konzern verrät Pläne

Amazon will neue Arbeitsplätze mit Verteilzentrum in Salzgitter schaffen

Die Expansion vom Online-Händler Amazon geht weiter. Der Großkonzern will in Salzgitter schon bald ein neues Verteilzentrum eröffnen.

Salzgitter – Der Großkonzern Amazon plant in Salzgitter ein neues Verteilzentrum zu eröffnen. Insgesamt sollen dort rund 130 Voll- und Teilzeitarbeitsplätze entstehen, wie das Unternehmen mitteilte. Dazu sollen auch Arbeitsplätze für Fahrerinnen und Fahrer entstehen.

UnternehmenAmazon
CEOJeff Bezos
Gründung5. Juli 1994
SitzSeattle, Washington

Im Frühling 2022 soll das Verteilzentrum in Salzgitter voraussichtlich eröffnet werden. Bereits im Mai dieses Jahres hat der Online-Händler ein Logistikzentrum in Achim mit dem Namen „BRE 4“ eröffnet und damit einen weiteren Amazon Standort geschaffen. Insgesamt beschäftigt Amazon in Deutschland mehr als 16.000 Mitarbeiter. In Niedersachsen gibt es bisher drei Verteilzentren und zwei Logistikzentren. Der Jahresumsatz des Groß-Konzerns in Deutschland liegt bei rund 30 Milliarden Euro.

Immer wieder gerät das Unternehmen deshalb in die Kritik. Zwar schaffe Amazon viele Arbeitsplätze, doch die Arbeitsbedingungen werden immer wieder öffentlich angeprangert. Schlechte Bezahlung und unmenschliche Bedingungen lauten unter anderem die Vorwürfe. Auch dass immer mehr Aufgaben von Maschinen übernommen werden, stand zuletzt in der Kritik.

Amazon immer wieder in der Kritik

Doch auch in Sachen steuern geriet Amazon immer wieder in die Kritik. Denn Unternehmenssteuern zahlt Amazon als Digitalkonzern nur dort, wo sie ihren Firmensitz haben. Mit einer neuen, weltweit geltenden Mindeststeuer soll sich das nun ändern. Gleich mehrere der G7-Finanzminister, die sich in London Mitte Juni auf die Reform einigten, bezeichneten den Durchbruch als „historisch“.

In Salzgitter soll ab 2022 ein neues Verteilzentrum von Amazon entstehen.

Ziel ist es, dass unter anderem auch Amazon überall mindestens 15 Prozent Steuern zahlen müsse. In vielen Industriestaaten gilt ohnehin schon ein höherer Steuersatz. Doch die Konzerne wählen ihren Firmensitz bisher strategisch: Amazon betreibt seinen Firmensitz in Luxemburg.

Janine Wissler, Bundes-Parteivorsitzender der Linken, sagte kürzlich im Bundestag: „Es gibt ja in diesem Land Geld wie Heu“, in der Corona-Krise seien zwar viele ärmer, aber wenige auch sehr viel reicher geworden. So könne ein Konzern wie Amazon „ja mal vernünftig Steuern zahlen in Deutschland“. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

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