Weil: Keine Castoren mehr nach Gorleben

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" Die Fixierung auf Gorleben war ein schwerer Fehler", so Ministerpräsident Weil

Gorleben - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) ermahnt, die noch offenen Fragen beim geplanten Gesetz zur Atomendlager-Suche rasch zu klären.

 „Herr Minister Altmaier: Sie müssen liefern“, sagte Weil am Freitag im Bundestag bei der ersten Lesung des Gesetzentwurfs für die bundesweite Suche. „Schon bei seiner Einbringung steht dieses Gesetzesvorhaben auf der Kippe.“ Altmaier müsse seine Zusage einlösen, dass keine weiteren Castor-Behälter in das oberirdische Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben kommen - sonst werde jegliches Vertrauen in den Neustart zerstört, sagte Weil.

Altmaier müsse eine Verständigung mit den Energieversorgern herstellen. Diese wehren sich gegen die Übernahme von zwei Milliarden Euro an Zusatzkosten für die neue Suche. „Wer die Folgen einer falschen Endlagerpolitik kennenlernen möchte, der wird in Niedersachsen fündig“, sagte Weil mit Blick auf den erbitterten Streit um Gorleben und das marode Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel. „Wir brauchen eine ergebnisoffene Suche überall in Deutschland - die Fixierung auf Gorleben war ein schwerer Fehler“, betonte der Ministerpräsident.

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