Gedenken zum 70. Geburtstag

Peter Struck war mit Basta nicht beizukommen

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Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, spricht am Donnerstag in Berlin während einer Gedenkveranstaltung für den im Dezember 2012 verstorbenen früheren Verteidigungsminister Peter Struck.

Berlin - Vier Wochen nach seinem überraschenden Tod haben führende Politiker Leistungen und Persönlichkeit des ehemaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden und Verteidigungsministers Peter Struck gewürdigt.

„Peter Struck war ein großer Parlamentarier“, sagte Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) bei einer Gedenkfeier am Donnerstag, an dem Struck 70 Jahre geworden wäre. Nach Ansicht Schröders zeichnete sich sein Parteifreund vor allem durch Geradlinigkeit und große Herzenswärme aus. Sein Amt als SPD-Fraktionschef habe Struck mit großem Selbstbewusstsein ausgeübt. „Mit Basta war ihm nicht beizukommen“, fügte Schröder in Anspielung auf seinen eigenen Politikstil hinzu.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder nannte Struck einen „leidenschaftlichen Politiker und Sozialdemokraten“, dem vor allem die kleinen Leute am Herz gelegen hätten. In der gemeinsamen Zeit in der großen Koalition habe man sich voll auf den SPD-Partner verlassen können. „Er war ein feiner Kerl. Ja, ich vermisse ihn“, sagte Kauder. Als „Politiker aus Passion und einen Sozialdemokraten alter Schule“ bezeichnete SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier seinen Vorgänger. Mit seiner schnörkelloser Art, Politik zu machen, habe sich Struck nie als Staatsschauspieler verstanden.

Für Kurt Beck, sein kommissarischer Nachfolger an der Spitze Friedrich-Ebert-Stiftung, hat Struck über Parteigrenzen hinweg Brücken geschlagen. Beck wird voraussichtlich im Dezember zum neuen Vorsitzenden der SPD-nahen Stiftung gewählt. Dem Vernehmen nach soll DGB-Chef Michael Sommer neuer Stellvertreter werden. Struck war am 19. Dezember an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Seine Urne wurde am Mittwoch im engsten Familienkreis in seinem Heimatort Uelzen in Niedersachsen beigesetzt. dpa

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