Wahltag 12. September

Die Ziele der Parteien bei der Kommunalwahl in Niedersachsen 2021

Vor der Kommunalwahl haben die Parteien in Niedersachsen unterschiedliche Ziele. Sie reichen von „Stärkste Kraft sein“ bis „mehr als fünf Prozent bekommen“.

Hannover - Medial ist der Bundestagswahlkampf sehr präsent. Bevor am 26. September ein neuer Bundestag gewählt wird, dürfen die Niedersachsen bereits am 12. September an die Urnen. Bei den Kommunalwahlen werden die rund 2107 lokalen Räte neu zusammengesetzt. Dazu werden noch diverse Landräte und Bürgermeister gewählt. Was erhoffen sich die Parteien vom Warmlaufen für die Bundestagswahl?

Bundesland in DeutschlandNiedersachsen
LandeshauptstadtHannover
Einwohner8.003.421 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche47.709,82 Quadratkilometer

CDU: Seit Jahrzehnten ist die CDU stärkste kommunale Kraft in Niedersachsen - und will es auch bleiben. Bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren holten die Christdemokraten in den Landkreisen und kreisfreien Städten 34,4 Prozent der Stimmen und lagen damit vor der SPD (31,2), den Grünen (10,9), der AfD (7,8), der FDP (4,8) und der Linken (3,3).

Für die Union hat der Landesvorsitzende Bernd Althusmann den Anspruch klar definiert: „Wir treten an, um erneut stärkste Kraft in Niedersachsen zu werden und ich bin zuversichtlich, dass wir das auch schaffen können.“ Ziel sei es, in Dörfern und Städten mit einem klaren inhaltlichen und starken Personalangebot zu überzeugen. Nach Parteiangaben treten insgesamt knapp 10.000 Kandidaten für die CDU an.

Kommunalwahl: SPD will stärkste Kraft werden

SPD: Auch die SPD hofft, bei diesen Kommunalwahlen stärkste Kraft zu werden. „Unser Ziel als SPD ist klar: Wir wollen die Wahlen gewinnen und stärkste Kommunalpartei in Niedersachsen werden. Dafür sehe ich auch gute Aussichten“, sagte Landeschef Stephan Weil. Die SPD in Niedersachsen sei tief verwurzelt in den einzelnen Kommunen, nicht erst seit dem Wahlkampf.

„In der Corona-Pandemie und auch den Jahren davor haben wir gezeigt, dass wir für die Menschen und ihre Anliegen da sind“, so Weil. Die Umfragen auf Bundesebene gäben zusätzlich Rückenwind. Wenige Wochen vor der Bundestagswahl (26. September) sehen Umfragen die SPD auf Bundesebene mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz vorn.

Nach dem Schließen der Wahllokale werden die Stimmen ausgezählt. Dazu gehören auch die Briefwähler.

Grüne: Die Grünen wollen bei den Kommunalwahlen ihr Ergebnis von 2016 (10,9 Prozent) verdoppeln. „Der positive Bundestrend sowie auch die große Zustimmung vor Ort im Wahlkampf zeigen: Den Menschen ist klar, dass die drängenden Probleme Klimaerhitzung und bezahlbares Wohnen im Bund und vor Ort angegangen werden müssen“, sagte der Landesvorsitzende Hanso Janßen. Optimistisch stimmt die Partei unter anderem ihr Mitgliederzuwachs.

AfD: Die AfD hofft auf ein stabiles Abschneiden und gute Ergebnisse dort, wo die Partei bislang nicht vertreten ist. „Die AfD Niedersachsen konzentriert sich nicht auf vermeintlich vielversprechende Wahlbezirke, sondern will möglichst überall Ansprechpartner und Interessenvertreter der Bürger sein“, sagte Niedersachsen AfD-Generalsekretär Nicolas Lehrke. 2016 kam sie auf 7,8 Prozent.

Wir wollen mehr kommunale Mandate erreichen

FDP-Landeschef Stefan Birkner

FDP: Die FDP arbeitet für ein besseres Ergebnis. „Wir wollen mehr kommunale Mandate erreichen, um mehr von unseren inhaltlichen Positionen einbringen und uns insgesamt breiter aufstellen zu können“, sagte Landeschef Stefan Birkner. Die Partei sieht unter anderem die Digitalisierung als Schlüssel für den Wohlstand der kommenden Generationen. 2016 kam sie auf 4,8 Prozent.

Die Linke: Die Linke will bei den Kommunalwahlen deutlich zulegen: Mehr als fünf Prozent ist mit Blick auf die Landtagswahlen im kommenden Jahr ihr erklärtes Ziel. Bei den anstehenden Wahlen tritt sie nach eigenen Angaben fast flächendeckend an, auch dort, wo sie 2016 nicht angetreten ist. Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2016 erreichte die Partei 3,3 Prozent.

Weitere 20 Parteien bei der Kommunalwahl zugelassen

Andere: Neben den genannten Parteien sind weitere 20 zu den Kommunalwahlen zugelassen. Die allermeisten Kandidaten werden von einer der zugelassenen Parteien entsandt. Nach vorläufigen Angaben der niedersächsischen Landeswahlleitung bewerben sich insgesamt 71.225 Kandidaten. 14.973 gehören einer der vielen Wählergruppen an, 456 gehen als Einzelbewerber ins Rennen.

Die Kreiszeitung wird am 12. September aktuell über die Kommunalwahl berichten. Das endgültige Ergebnis verkündet einige Tage später der zuständige Wahlausschuss. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © via www.imago-images.de

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