Brisantes Osterwochenende 

Derby-Zeit: Alkoholverbote in Niedersachsen und Bremen 

Hannover/Bremen - Gleich zwei brisante Fußball-Begegnungen stehen in Niedersachsen und Bremen am Osterwochenende an. Daher hat die Bundespolizei mehrere Verbote ausgesprochen. 

Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Fußball-Bundesliga stehen am Wochenende Derbys auf dem Spielplan. 

Samstag: Niedersachsenderby in Hannover

Los geht's am Samstag in Hannover mit dem Spiel zwischen den Zweitligisten Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. Bei dieser Begegnung kam es in den vergangenen Jahren zu erheblichen Ausschreitungen. Daher trifft die Bundespolizei eine Vielzahl von Vorkehrungen, um einen friedlichen und reibungslosen Ablauf rund um die Spielpaarung zu ermöglichen, sagt ein Polizeisprecher.

Alkohol, Pyro und Vermummung im Bahnhof verboten

Der Konsum von Alkohol sowie das Mitführen von Glasflaschen, Dosen, pyrotechnischen Erzeugnissen und Vermummungsutensilien ist am Samstag in mehreren Bahnhöfen und in den n ach Hannover fahrenden Nahverkehrszügen verboten. Die Mitnahme- und Benutzungsverbote gelten zwischen 9 und 13 Uhr sowie zwischen 15 und 19 Uhr. 

Betroffen sind alle Verbindungen und Bahnhöfe auf den Strecken
Hauptbahnhof Wolfsburg - Hauptbahnhof Braunschweig - Hauptbahnhof Hannover und zurück;
Hauptbahnhof Braunschweig - Hauptbahnhof Hildesheim - Hauptbahnhof Hannover und zurück;
Hauptbahnhof Goslar - Hauptbahnhof Hildesheim - Hauptbahnhof Hannover und zurück

Zudem besteht ein Alkoholkonsumverbot in den Reisezugverbindungen:

ab Braunschweig: Entlastungszug Westfalenbahn DPL-D 24266 Abfahrt 10.05 Uhr; Westfalenbahn 95826 Abfahrt 9.20 Uhr; Westfalenbahn 95776 Abfahrt 10.20 Uhr; Westfalenbahn 95828 Abfahrt 11.20 Uhr

ab Hannover: Entlastungszug Westfalenbahn DPL-D 24249 Abfahrt 16.58 Uhr; Westfalenbahn 95831 Abfahrt 15.55 Uhr; Westfalenbahn 95783 Abfahrt 16.55 Uhr; Westfalenbahn 95833 Abfahrt 17.55 Uhr

Sonntag: Nordderby in Bremen

Als Hochrisikospiel stufen die Behörden die Begegnung des SV Werder Bremen und des Hamburger SV in Bremen ein. Dies geschehe aufgrund der großen Rivalität untereinander und den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, erklärt ein Sprecher. Die Polizei rechnet mit rund 600 gewaltbereiten oder gewaltgeneigten Fans. 

Daher gelten auch am Sonntag Verbote für den Konsum von Alkohol sowie das Mitführen von Glasflaschen, Dosen, pyrotechnischen Erzeugnissen und Vermummungsutensilien am Sonntag in mehreren Bahnhöfen und in den n ach Bremen fahrenden Nahverkehrszügen. Die Mitnahme- und Benutzungsverbote gelten zwischen 9 und 14.30 Uhr sowie zwischen 17.30 und 21.30 Uhr. 

Betroffen sind alle Verbindungen und Bahnhöfe auf den Strecken Hauptbahnhof Hamburg - Hauptbahnhof Bremen und zurück; 
Hauptbahnhof Bremerhaven - Hauptbahnhof Bremen und zurück;
Bahnhof Soltau - Hauptbahnhof Bremen und zurück;
Hauptbahnhof Oldenburg - Hauptbahnhof Bremen und zurück;
Bahnhof Verden - Hauptbahnhof Bremen und zurück

250 Euro Bußgeld bei Verstößen 

Das ausgesprochene Verbot wird am Spieltag durch die Einsatzkräfte der Bundespolizei überwacht. Bei Zuwiderhandlungen wird ein Zwangsgeld in Höhe von 250 Euro erhoben werden. Die Bundespolizei bittet alle Reisende, sich auf diese Besonderheiten bei der Planung und Durchführung ihrer Reise einzustellen. Es sollten eventuell auch Alternativen zur An- und Abreise geprüft werden.

Polizei und Politik kritisieren Ansetzungen

Die Deutsche Polizeigewerkschaft Niedersachsen (DPolG) kritisiert die Ansetzungen der Profi-Fußballspiele.  „Das Niedersachsenderby einem Osterwochenende zu terminieren und nur einen Tag später das zweite Problemspiel des Nordens zwischen Werder Bremen und dem HSV anzusetzen, darf sich keinesfalls wiederholen“, erklärt der Landesvorsitzende der DPolG, Alexander Zimbehl.

Ähnlich sieht das Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). "In diesem konkreten Fall teile ich die Kritik ausdrücklich. Die Deutsche Fußball Liga hat sich leider über sehr ernsthafte Bedenken der niedersächsischen Sicherheitsbehörden hinweggesetzt", sagt der Politiker in einem Interview. Der Ostersamstag sei aus polizeilicher Sicht für die Begleitung eines solchen Risikospiels in Hannover alles andere als ideal.

Die Polizeigewerkschaft fordert generell, dass Straftäter und Randalierer konsequent verfolgt werden. „Menschen, die die Bühne Fußball nutzen, um Gewalt auszuüben, müssen endlich die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen“, sagt Zimbehl.

jom/dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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