Facebook-Foto sorgt für Furore

„Alien-Hai“ aus dem Mittelmeer gefischt – das sorgt für Shitstorm

Vor der Insel Elba wird eine seltene „Gefleckte Meersau“ angeschwemmt. Das Foto vom „Alien-Hai“ sorgt für Entsetzen. Der Grund: Ein Missverständnis auf Facebook.

Portoferraio – Im Hafenbecken von Portoferraio ist es zu einem Meeresfund der besonderen Art gekommen. Eine „Gefleckte Meersau“ (Oxynotus centrina) wurde tot aus dem Wasser geborgen. Diese Meeresbewohner gehören zu der Gattung der Schweinehaie, eine Begegnung zwischen einem lebenden Exemplar und dem Menschen ist jedoch äußert selten, denn die Tiere wohnen für gewöhnlich 100 bis 700 Meter in der Tiefe. Es kürzlich ging Fischern versehentlich ein drei Meter großer Mondfisch ins Netz.

Insel im Mittelmeer:Elba
Größe:224 km²
Inselgruppe:Toskanischer Archipel
Einwohner:32.000

Alien-Hai vor Mittelmeerinsel aus dem Wasser gefischt: „Einfach unglaublich“

Der Fund ist bereits einige Wochen her: Vor Elba wurde der „Alien-Hai“, eine Schweinehai, der auch „gefleckte Meersau“ genannt wird, aus dem Meer gefischt. Doch nun postete „Isola d´Elba App“ das Foto des Hais auf ihrer Facebook-Seite und sorgt damit für Furore. Die Reaktionen könnten unterschiedlich nicht sein, doch eines zeigen die sie ganz bestimmt: Diese Begegnung ist alles andere als alltäglich. Eine Userin schreibt: „Ich kannte diesen Fisch nicht und habe ihn noch nie gesehen, danke für den Hinweis. Die Natur ist wirklich unglaublich, der Name ist sehr passend.“ Dabei wurde der Fisch auch immer wieder mit einem Alien-Fisch in der Kommentarspalte verglichen. Auf Tiktok wurde vor kurzem auch ein lebendiger Fisch zum Internetstar, als ein Hai um ein Kreuzfahrtschiff herumkreiste, den viele User für ein längst ausgestorbenes Meerestier hielten.

Alien-Hai aus Mittelmeer gefischt: Viele deuten Foto falsch und klagen „Fischmord“ an

Doch viele Userinnen und User missinterpretierten das Foto, sodass eine Debatte über das Ableben des Fisches entfachte. Denn die Seitenbetreiber betiteln den Fisch als „Fang“. Viele glaubten darum, der Schweinehai sei extra für das Foto getötet worden. Ein User schreibt: „Ein Armer, aber hässlicher Fisch, der ins Meer zurückgeworfen wurde, um ihn so sterben zu lassen.“ Ein weiterer schreibt: „War es wirklich nötig hier zu fischen? Und das Foto auch noch zu veröffentlichen?“ Viele Kommentare gingen zudem weit unter die Gürtellinie.

Alien-Hai: Seltener Hai vor der Küste Elbas gefischt. (24hamburg.de-Montage)

Facebook-Seitenbetreiber verteidigt Foto von aus dem Meer gefischten Alien-Hai

Doch der Seitenbetreiber wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Es war falsch, Fang zu schreiben, mein Fehler, aber was für eine Kontroverse, über 200 Kommentare. Ich wollte nur diese ganz besonderen Fotos dieses Fisches teilen, die ich noch nie gesehen hatte, offensichtlich lag ich falsch“. Doch viele Nutzerinnen und Nutzer glaubten der Seite dennoch nicht. Daraufhin kommentierte „Isola d´Elba App“ erneut: „Komm schon, dieser Fisch lebt 400 Meter tief unter der Wasseroberfläche und hat einen ganz anderen Druck als wir. Er war schon tot.“ Auch in Spanien wurde vor kurzem ein toter Hai am Strand angespült.

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Der Meinung war auch eine weitere Userin: „Schafft es ein Fisch der in 700m Tiefe und unter einem gewissen Druck (sehr anders als bei uns) lebt eurer Meinung nach wirklich, die Oberfläche zu erreichen und noch am Leben zu sein?“ und ergänzte anschließend: „Ich wette, dass der frische Fisch im Fischladen, der sich noch bewegt, in Ordnung ist, weil er den Magen füllt!“ Wegen eines Streites zwischen Norwegen und England sind in Wilhelmshaven derzeit 1500 Arbeitsplätze in der Fischfang-Industrie gefährdet.

Foto von seltenem Schweinehai: Alien-Hai sorgt eher für Shitstorm statt Faszination

Was einen seltenen Fund aus der Natur zeigen sollte, ohne dabei einem Tier Schaden zugefügt zu haben, entpuppte sich also als hitzige Debatte und waschechter Shitstorm. Fraglich, ob die Seitenbetreiber einen ähnlichen Fund nun auch noch auf Facebook posten würden oder die Erfahrung nur mit sich selbst und ihren engsten Vertrauten teilen würden. Eine außergewöhnliches Ereignis bleibt der Fund der „Gefleckten Meersau“ vor Elba in jedem Fall. Doch das Meer hat viele außergewöhnliche Geschichten zu erzählen, auch die vom Mann, der von einem Buckelwal verschluckt wurde – und überlebte. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Facebook/Isola d‘Elba App

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