Kommentar zur Offensive von Alfa

Die falschen Adressaten

Ein Kommentar von Hans Willms. Eines müssen die alteingesessenen Parteien der neuen Mitbewerberin schon zugestehen: Mit ihrer groß angelegten Marketing-Offensive ist die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ einen neuen und sehr ungewöhnlichen Weg gegangen.

Auf die Idee, sich mit einem Brief allen rund 22 000 Kreistagsmitgliedern und Ratsvertreter in Niedersachsen vorzustellen und dann auch gleich um deren Gunst zu buhlen, muss man erst einmal kommen. Doch alles, was neu und ungewöhnlich ist, muss nicht gut und richtig sein. Und in der Tat: Bis auf den kurzfristigen Werbeffekt dürfte die Aktion innerhalb kürzester Zeit wirkungslos verpuffen. Denn mit den bereits jetzt aktiven Kommunalpolitikern hat sich Alfa schlicht und ergreifend die falschen Adressaten ausgesucht. Statt in fremden Gewässern zu fischen, sollten sich die Alfa-Akteure auf ihre eigenen Stärken besinnen – wenn sie denn welche haben.

Und dann gäbe es ja noch die Möglichkeit, ordentlich Klinken zu putzen. So etwas nennen die etablierten Altparteien Arbeit an der Basis. Natürlich ist es ein echter Frondienst, für seine Partei von Haustür zu Haustür zu ziehen, mit Menschen an Info-Ständen ins Gespräch zu kommen oder auf Wochenmärkten Flugblätter zu verteilen. Besonders eine Partei, deren Landesverband Niedersachsen gerade einmal rund 250 Mitglieder zählt, hat es da nicht leicht. Aber nur vom Schreibtisch aus hat noch keine Partei einen Wahlkampf gewonnen. Bei den Kommunalwahlen im September tritt Alfa daher im besten Fall vereinzelt an – und dann auch nur als Außenseiter.

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