Türkischer Wahlkampf in Niedersachsen 

AKP-Politiker Eker in Wolfenbüttel unerwünscht

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AKP-Politiker Mehmet Eker (links) wollte in Hannover auftreten.

Wolfenbüttel - Nach der Absage eines geplanten Auftritts des hochrangigen AKP-Funktionärs Mehmet Mehdi Eker in Hannover hat sich Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink deutlich gegen einen Besuch des Politikers in seiner Stadt ausgesprochen.

"Aufgrund seiner Hassbotschaften ist Eker eine in Wolfenbüttel nicht erwünschte Person", sagte Pink am Freitag. Er missachte ausdrücklich dessen Äußerungen.

Bisher sei zwar keine offizielle Veranstaltung in Wolfenbüttel angemeldet, teilte der Pressesprecher der Stadt, Thorsten Raedlein, mit. Dennoch verfolge man die Entwicklung und sei im Austausch mit den benachbarten Kommunen. "Wenn Herr Eker am Samstag auch in Wolfenbüttel private Termine hat, können wir die natürlich schwer verhindern", sagte Raedlein.

Der Organisator einer für Samstag in Salzgitter geplanten Wahlkampfveranstaltung für die umstrittene Verfassungsreform in der Türkei bestätigte, dass Eker an dem Tag in der Region unterwegs sein wird. "Wir starten mit einem privaten Frühstück in Braunschweig und treffen dann Geschäftsleute in Wolfenbüttel", hieß es. Die Stadt Salzgitter prüft die Absage eines möglichen Auftritts Ekers.

Absage in Nordenham 

In Nordenham wurde derweil ein Auftritt der AKP-Abgeordneten Sema Kirci abgesagt. Nach der Absage einer ähnlichen Veranstaltung in Bremerhaven befürchte er, dass es dort zu Unfrieden und Turbulenzen kommen könnte, sagte Nordenhams Bürgermeister Carsten Seyfarth (SPD) am Freitag der dpa.

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