Regionalprognose

Agentur: Zahl der Arbeitslosen sinkt 2018 in Niedersachsen weiter

Hannover - Gute Nachrichten für Niedersachsens Job-Markt: Eine Prognose sagt eine weitere Reduzierung der Arbeitslosenzahlen vorher. Sie platzt in den Landtagswahlkampf - auch wenn sie regelmäßig zweimal jährlich im Herbst und Frühjahr von der Behörde veröffentlicht wird.

Niedersachsens Arbeitslosenquote dürfte 2018 laut einer Regionalprognose der Bundesagentur für Arbeit auf einen Jahresdurchschnittswert von 6,0 Prozent sinken. Ihr Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sagt zudem für alle zwölf Monate des kommenden Jahres eine errechnete 3,9-prozentige Reduzierung der Arbeitslosenzahl auf 234 300 Menschen voraus. Beides seien Tiefstwerte, die zuletzt Anfang der 1980er Jahre unterboten wurden, teilte die Agentur am Donnerstag in Hannover mit. Insgesamt wird die Beschäftigung nach der Studie im nächsten Jahr um 1,9 Prozent zulegen und damit im Bundestrend liegen.

Allerdings fällt der Rückgang der Arbeitslosigkeit regional recht unterschiedlich aus, sagen die Autoren der regelmäßig zweimal jährlich veröffentlichten Prognose vorher. Landesweit dürfte er mit einem 5,7-prozentigen Absinken im Agenturbezirk Hameln am kräftigsten und in den Bezirken Nordhorn und Nienburg-Verden mit jeweils minus 2,5 Prozent am schwächsten ausfallen.

Deutlich über dem Bundeswert

Niedersachsen läge mit einer 3,9-prozentigen Verringerung der Arbeitslosenzahlen deutlich über dem Bundeswert von minus 2,4 Prozent. Laut der Studie haben nur die Länder Brandenburg (-5,0 Prozent) und Sachsen-Anhalt (-4,2) 2018 höhere Werte beim Abbau ihrer Arbeitslosenzahlen.

Die Entspannung auf Niedersachsens Arbeitsmarkt dürfte im kommenden Jahr aber leicht an Schwung verlieren, weil viele Arbeitslose nicht über die von Unternehmen gesuchten Qualifikationen verfügen. "Wer über keine oder eine veraltete berufliche Qualifikation verfügt, hat deutlich schlechtere Chancen auf Beschäftigung", sagte Agentur-Landeschefin Bärbel Höltzen-Schoh.

Zudem erwarten die Experten vorübergehend einen schwächeren Rückgang der Arbeitslosigkeit, weil sich vermehrt Flüchtlinge nach dem Abschluss ihrer Sprachkurse arbeitslos melden dürften. Grundsätzlich bleibe mittelfristig die Arbeitskräftenachfrage aber hoch.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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