Kurz vor der Landtagswahl

AfD kritisiert Zeitpunkt der Durchsuchungen bei Hampel

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Armin-Paul Hampel weist alle Vorwürfe von sich.

Lüneburg - Die AfD in Niedersachsen hat den Zeitpunkt der Durchsuchungen bei ihrem Landesvorsitzenden Paul Hampel kritisiert. Die Vorwürfe seien seit 2014 bekannt und eine entsprechende Strafanzeige sei bereits im April diesen Jahres erfolgt.

„Insofern ist der Zeitpunkt der Hausdurchsuchung eine Woche vor der niedersächsischen Landtagswahl durch die Staatsanwaltschaft unglücklich gewählt worden“, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des AfD-Landesverbandes. 

Es seien praktisch alle Unterlagen der AfD Niedersachsen seit Gründung 2013 von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. Das sei ein Umstand, der gerade in Wahlkampfzeiten Fragen nach der Verhältnismäßigkeit aufwerfe. Die Partei werde Rechtsmittel prüfen. 

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hatte am Montag wegen Betrugsverdachts die Wohnung des niedersächsischen AfD-Landeschefs Hampel durchsucht. Die Einsatzkräfte seien am Montag auch in der Landesgeschäftsstelle der AfD in Lüneburg gewesen, teilte die Behörde mit.

Hampel weist Vorwürfe zurück

Die Staatsanwaltschaft untersucht unter anderem den Vorwurf, Hampel habe einen Wahlwerbespot doppelt gegenüber seiner Partei abgerechnet. Hampel weist nach Angaben der Ermittler die Anschuldigungen zurück. Der Politiker war am 24. September als Spitzenkandidat der niedersächsischen AfD in den Bundestag gewählt worden.

dpa

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