Rechtsextremismus

AfD Niedersachsen: Kreisverbände fordern Widerstand gegen Flügel-Pläne

AfD-Landesvorsitzender in Niedersachsen Jens Kestner vor dem AfD-Parteilogo.
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Zwei Kreisverbände der AfD in Niedersachsen fordern den Landesvorsitzenden Jens Kestner zum Widerstand gegen die Pläne zur Wiederbelebung des Flügels auf.

Gegen Pläne zur Wiederbelebung des rechtsextremen „Flügel“ in der AfD regt sich Widerstand. Kreisverbände fordern Landesvorsitzenden Kestner zum Handeln auf.

Hannover – Es rumort in der AFD Niedersachsen ganz gewaltig! Nachdem in der vergangenen Woche ans Licht gekommen ist, dass sich der sogenannte „Flügel“ wieder neu formiert, regt sich Widerstand in den eigenen Reihen. Im Februar hatte es eine geheime AfD-Versammlung in einem Gasthof im niedersächsischen Verden gegeben, bei dem sich entsprechende Strukturen wieder gebildet haben sollen.

Partei:Alternative für Deutschland (AfD)
Landesverband:Niedersachsen
Landesvorsitzender:Jens Kestner
Mitglieder:2.758 (Stand Oktober 2017)
Gründung:1. Mai 2013
Generalsekretär:Nicolas Lehrke

Zwei Kreisverbände fordern nun den niedersächsischen Landesvorsitzenden der AfD, Jens Kestner, dazu auf, dies zu verhindern. Wie der NDR berichtet, fordern die Kreisverbände Hannover Stadt und Land den Vorsitzenden in einem offenen Brief dazu auf, sich klar gegen ein mögliches Aufleben des rechtsextremistischen „Flügels“ zu stellen. Die Verfasser des Briefes schreiben, dass sie das geheime Treffen am 20. Februar in Verden an der Aller* mit tiefer Sorge aufgenommen haben.

AfD Kreisverbände fordern Widerstand gegen „Flügel“-Pläne: offener Brief an Landesvorsitzenden Jens Kestner

Die Kreisverbände fordern Kestner dazu auf, Konsequenzen für die beteiligten Parteimitglieder zu ziehen. Bei dem Treffen, bei dem offenbar versucht wurde, alte Strukturen des aufgelösten „Flügels“ wieder zu etablieren, sollen auch Mitglieder des Landesvorstands und Bundestagsabgeordnete teilgenommen haben. Gegen die jetzt bekannt gewordenen Pläne hat am Wochenende auch der Bundesvorstand der AfD interveniert*. Ziel ist es, die Neugründung zu verhindern.

Die AfD kommt auch gut drei Monate vor der anstehenden Bundestagswahl nicht zur Ruhe. In Niedersachsen gibt es immer noch keine Kandidaten für die Wahl*. Ein Parteitag im Mai, auf dem die Liste aufgestellt werden sollte, musste wegen eines Formfehlers kurzfristig abgesagt* werden. Die Zeit drängt, bis zum 19. Juli 2021 muss die Liste mit den möglichen Bundestagskandidaten der Landeswahlkommission vorliegen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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