Kritik an Hampel, Höcke und Poggenburg

„Leeraner Aufbruch“ distanziert sich von rechten AfD-Aussagen

Leer - Der „Leeraner Aufbruch“ der AfD hat sich in einer Erklärung von rechtsnationalen Äußerungen in der AfD distanziert und auch den niedersächsischen AfD-Landesvorsitzenden Paul Hampel angegriffen.

Sowohl Hampel als auch der Landeschef aus Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, und der thüringische Fraktionschef Björn Höcke verstießen gegen den bestehenden und gültigen Unvereinbarkeitsbeschluss des AfD-Bundesverbandes, wonach rechtsnationale und rechtsextreme Umtriebe in der Partei verhindert werden und entsprechende Mitglieder aus der Partei ausgeschlossen werden sollen. „Wir als „Leeraner Aufbruch“ in der AfD werden niemals zu Nazis mutieren. Wertkonservativ ist unser Credo“, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Papier.

Im Internet veröffentlichte WhatsApp-Protokolle hatten unter anderem die Aussage Poggenburgs „Deutschland den Deutschen“ dokumentiert. Ein anderes Parteimitglied forderte darin faktisch die Abschaffung der Pressefreiheit, ohne Kritik zu bekommen. Diese Äußerungen Poggenburgs „machen uns allen Angst“, heißt es in der Mitteilung. „Die Wähler wenden sich logischerweise von uns ab. Sie wollen wertkonservative Politik.“ Hampel wirft der „Leeraner Aufbruch“ vor, als Hauptredner bei rechtsextremen Gruppen aufzutreten und den umstrittenen Höcke zu seinem engsten Freundeskreis zu zählen. Unter anderem der Landesverband Niedersachsen und AfD-Vize Alexander Gauland sollten sich distanzieren.

Der „Leeraner Aufbruch“ ist den Angaben des Leeraner AfD-Kreistagsabgeordneten Holger Pieters zufolge ein Freundeskreis wertkonservativer AfD-Mitglieder aus ganz Niedersachsen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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